Heinrich Heine-Journalismuspreis 2016: Siegerbeiträge aus Wirtschaftswoche, ZDF und youpod.de

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Preisträgerinnen des Heinrich Heines-Journalismuspreises 2017: Anna Gauto, Anna-Maria Schuck und Jennifer Töpperwein. (Foto: VDJ)
Düsseldorf: Heinrich Heine-Institut |

Der Verein Düsseldorfer Journalisten (VDJ) und das Sozialwissenschaftliche Institut der Uni Düsseldorf haben am Montag zum dritten Mal den Heinrich Heine-Journalismuspreis an junge Journalisten verliehen. Zur Verleihung des Preises waren zahlreiche Gäste ins Heinrich-Heine-Institut gekommen.

Der Vorsitzende der Jury, Dr. Willi Keinhorst, NRW-Chef der WELT am Sonntag, zeigte sich in seinem Grußwort erfreut, dass die eingereichten Arbeiten von Journalisten aller Mediengattungen von hohem handwerklichen Niveau seien. „TV und Multimedia waren gut vertreten, aber auch Print ist nach wie vor höchst lebendig“, stellte er zufrieden fest. „Es zeigt sich eindrucksvoll, dass für die jungen Kolleginnen und Kollegen, die an diesem Wettbewerb teilgenommen haben, Journalismus offensichtlich immer noch ein Traumberuf ist“.

Drei ausgezeichnete Journalistinnen aus Düsseldorf

Der erste Preis ging an Anna Gauto (36), die für WirtschaftsWoche berichtete, wie Patienten mit harmlosen Beschwerden die Notaufnahmen der Krankenhäuser belasten. Ihre Reportage die eingebildeten Kranken aus der Notfallambulanz eines Düsseldorfer Krankenhauses sei lebendig geschrieben und verbinde subjektives Erleben mit objektiven Fakten, welche die Dimension der Thematik deutlich machen. Denn Patienten, die mit Husten oder Schnupfen die Notaufnahmen verstopfen, kosten jährlich Milliarden Euro und haben sich zu einem ernsten wirtschaftlichen Problem für Kliniken entwickelt.

Der zweite Preis ging an Anna-Maria Schuck (27), die in ihrem ZDF-Beitrag Union-Busting in Deutschland: Betriebsräte unter Druck am Beispiel eines kik-Mitarbeiters schildert, wie Unternehmen und darauf spezialisierte Anwaltskanzleien Betriebsräte systematisch unter Druck setzen. Sie recherchierte teilweise verdeckt, gab aber allen Beteiligten die Gelegenheit zu Stellungnahmen und kommuniziert die Ergebnisse. Ihre Sprache ist laut Ansicht der Jury klar und direkt, ihr Beitrag dramaturgisch gut aufgebaut, methodisch sauber recherchiert und spannend aufgearbeitet.

Den dritten Preis erhielt Jennifer Töpperwein (32), die für das Jugendportal Youpod 70 Jahre Düsseldorfer Stadtgeschichte multimedial dokumentierte. Töpperwein habe mit ihrem Beitrag das Lebensgefühl Düsseldorfer Jugendlicher in den letzten sieben Jahrzehnten sehr anschaulich vermittelt. Das Projekt habe hohen dokumentarischen Charakter und sei medial und technisch einwandfrei aufgebaut. Die Jury würdigte den crossmedialen Ansatz dieser Arbeit sowie das Engagement von Jugendlichen, sich im Journalismus zu engagieren und zu erproben.

Hintergrund: Heinrich-Heine-Journalismuspreis

Der Heinrich-Heine-Journalismuspreis wird vom Verein Düsseldorfer Journalisten in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vergeben. In jährlichem Wechsel werden junge Journalisten und die besten Absolventen der Medienwissenschaften geehrt. Zur Jury gehörten neben Dr. Willi Keinhorst noch Prof. Dr. Olaf Jandura und Dr. Pablo Porten-Cheé vom Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie Dr. Sabine Brenner-Wilczek, Direktorin des Heinrich-Heine-Instituts Düsseldorf, Autorin Pamela Granderath und Detlef Schlockermann, Julie Edelmann-Veith und Christof Rose vom Vorstand des Vereins Düsseldorfer Journalisten.
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ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 09.02.2017 | 20:07  
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