Jürgen Prochnow: Feier im Filmmuseum

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Jürgen Prochnow feiert seinen 75. Geburtstag im Filmmuseum. Bis zum 30. Juni zeigt die Black Box eine ihm gewidmete Filmreihe. Foto: Lammert
Düsseldorf: Filmmuseum |

„Als ich 50 wurde, habe ich gedacht, da kann nicht mehr viel nachkommen. Jetzt bei meinem 75. bin ich relativ entspannt“, schmunzelt Jürgen Prochnow. Seinen Geburtstag feiert der Schauspieler am 10. Juni im Düsseldorfer Filmmuseum, das ihm zu diesem Anlass bis 30. Juni in der Black Box eine Filmreihe widmet.


„Ich finde, es ist eine gute Idee, an einem Ort zu feiern, der mich geprägt hat“, meint Prochnow. Denn in Düsseldorf ging der gebürtige Berliner zur Schule und hier legte er auch den Grundstein für seine Karriere, die ihn Anfang der 1980er Jahre nach Hollywood brachte. Als Statist und Beleuchter schnupperte er am Schauspielhaus Bühnenluft und war gleich infiziert. Zusammen mit seinem drei Jahre älteren Bruder, der mit seiner Familie in Erkrath lebt, wagte er den Sprung vom Laienspieltheater an die Folkwang Hochschule.
International bekannt wurde der gebürtige Berliner 1982 mit Wolfgang Petersens Verfilmung von „Das Boot“. Die Bugwelle des Erfolgs, den dieser Film mit sich brachte, spülte Prochnow nach Hollywood.
Er gehört zu den wenigen deutschen Schauspielern, die es in der Filmfabrik geschafft haben, über rund drei Jahrzehnte konsequent eine Karriere zu verfolgen. Dabei durfte Prochnow mit den ganz Großen vor und hinter der Kamera arbeiten. „Mit Marlon Brando drehen zu dürfen, war für mich eine der größten Begegnungen“, erinnert sich der 74-jährige an die Arbeit mit seinem großen Vorbild.
Durch seine Familie besteht trotz internationaler Erfolge immer noch eine enge Verbindung zu Düsseldorf. „Die Stadt hat sich wahnsinnig verändert. Vieles erkenne ich gar nicht mehr wieder“, meint Prochnow und erinnert sich, „damals als Statist oder Beleuchter am Theater waren wir fast jeden Abend in der Altstadt in ‚Bobby’s Schnapskneipe’ und dem ‚Kreuzherreneck’ und haben danach nächtelang für Premierenkarten angestanden“.
Im fernen Amerika verfolgt er im Internet den Dusel der Fortuna. „Die sind gerade noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen und nicht abgestiegen. Ich erinnere mich noch, wie ich als Elfjähriger immer die Spiele am Flinger Broich verfolgt habe“, resümiert er.
Am 10. Juni feiert Jürgen Prochnow ab 19 Uhr im Filmmuseum, Schulstraße 4, seinen 75. Geburtstag mit Weggefährten. Nach einem Einführungsgespräch gibt es die Wiederaufführung des Films „Die Verrohung des Franz Blum“ von 1974.
Bis zum 30. Juni zeigt die Black Box eine ihm gewidmete Filmreihe unter anderem mit „Das Boot“, „Der Wüstenplanet“ und „Die dunkle Seite des Mondes“. Infos unter www.duesseldorf.de/filmmuseum.
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