Knittkuhl wird zum mittelalterlichen Zentrum

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Historische Musikgruppen sorgen beim Mittelalterfest für den passenden Klang. (Foto: KFK)

Mehr als 100 Aktive sorgen am Wochenende für lebendiges historisches Treiben rund um das altehrwürdige Gut Grütersaap. Zum 725. Geburtstag Düsseldorfs wird am kommenden Samstag die Schlacht zur Stadtgründung nachgespielt.

Fahrende Musikanten, Ritter in Rüstung, und knisternde Lagerfeuer – ab heute bestimmt mittelalterliches Treiben die Umgebung Knittkuhls. Wo sonst Schafe weiden, Reiter die hügeligen Ausläufer des bergischen Landes durchqueren und sich Fuchs und Hase „gute Nacht“ sagen, beziehen die Leute über das lange Wochenende hinweg ein festes Lager.

Zum dritten Mal veranstalten die Kulturfreunde Knittkuhl (KFK) ein Mittelalterfest vor den Toren ihres Ortes. Es krachen Lanzen auf Schilde, werden Reiter aus ihren Sätteln gehoben, messen sich Ritter im Schwertkampf und Musikanten im Dudelsackspiel. Das jahrhundertealte Gut Grütersaap bietet die perfekte Kulisse dafür, die Gegenwart für einen oder zwei Tage hinter sich zu lassen und in jene Zeit einzutauchen, als das Dörfchen an der Düssel seine Stadtrechte bekam.

Nicht von ungefähr steht in diesem Jahr dafür mehr Gelände als in den Vorjahren zur Verfügung. Besonders im Fokus steht nämlich das historische Ereignis rund um die Düsseldorfer Stadtgründung: Jene bedeutende Schlacht, die zu Düsseldorfs Stadterhebung führte, wird am Rande des Aaper Wales nachgestellt. Im Anschluss an das „Kampfgetümmel“, am Samstag gegen 14.30 Uhr, wird Oberbürgermeister Dirk Elbers, in feierlichem Gedenken an die Bauern und Fischer, die seinerzeit an der Seite ihres Lehnsherren, dem Grafen Von Berg, in die Schlacht zogen, eine Gedenktafel enthüllen.

Darüber hinaus warten zahlreiche Attraktionen auf die Besucher. So gibt es neben dem großen Ritterturnier auch eines für Kinder und Jugendliche. Ein historischer Markt gehört auch dazu. Und wenn am Abend des 1. Juni die Sonne untergegangen ist, entzünden die Ritter ihre Schwerter, Schilde und Lanzen und hüllen das Gelände in Fackelschein. Dann spielt die Formatio Frendskopp zu einem einstündigen Abendkonzert auf.

„Bereits in den vergangenen beiden Jahren war die Resonanz enorm“, freut sich Elke Behrning vom Vorstand der Kulturfreunde Knittkuhl und fügt hinzu: „Die Leute sind fasziniert vom Mittelalter, es ist offensichtlich für viele Menschen ein interessantes Thema. Und es ist faszinierend, wie die Menschen das Thema leben.“ Selbst schlechtes Wetter würde das Fest nicht sprengen, denn, so weiß Elke Behrning längst aus Erfahrung, „die Mittelalterhobbyisten sind hart im Nehmen“.

Der Eintritt zum Mittelalterfest ist frei. Vom Parkplatz auf dem Gelände der Bergischen Kaserne, Knittkuhler Straße 2, fährt ein gebührenpflichtiger Bus-Shuttle in die Nähe des Festplatzes am Grütersaaper Weg. Weitere Informationen unter: www.mittelalterfest-duesseldorf.de .
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 29.05.2013 | 16:46  
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