Kulturzentrum der Generationen: Kunst fördert Kontakte

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Zu Ostern wurde wieder fleißig gebastelt. Fotos: Siegel

Wenn zu Weihnachten der Baum geschmückt, zu Ostern Eier gefärbt oder an Karneval Masken gebastelt werden, kommen besonders viele Kinder ins Foyer des Jungen Schauspielhauses an der Münsterstraße. Dort trifft sich jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr unter dem Titel „Kunst und Kultur“ eine Gruppe des Vereins Kulturzentrum der Generationen.

Unter der Leitung der Vereinsvorsitzenden Elisabeth Till wird gebastelt und gewerkelt. „Die Kleinsten, die kommen, können gerade laufen, die ältesten sind zehn, elf Jahre alt“, sagt sie. Die Kinder finden den Weg aus der direkten Nachbarschaft ins Junge Schauspielhauses an der Münsterstraße. 2005, damals noch von öffentlicher Hand gefördert, hatte der künstlerische Leiter des Jungen Schauspielhauses die Idee, sie ins Haus zu holen, sie mit Kunst in Kontakt zu bringen, ihnen bessere Bildungschancen zu eröffnen und das Junge Schauspielhaus Bestandteil des Stadtviertels werden lassen.

Junges Schauspielhaus an der Münsterstraße

„2008 liefen die öffentlichen Mittel, mit denen die Projekte gefördert wurden, aus“, so Elisabeth Till. „Schade“ fanden diejenigen das, die aktiv an der Arbeit beteiligt waren. „Der Strom der Kinder riss nicht ab“, sagt Elisabeth Till. So wurde der Verein „Kulturzentrum der Generationen“ gegründet.
Die Mittwochsgruppe ist immer noch sehr beliebt. Die ersten Kinder, die dabei waren, sind inzwischen erwachsen. „Einer von ihnen spielt aktuell im Stück Almost Lovers mit“, sagt die Vereinsvorsitzende. Für sie ein Beleg dafür, dass ihre Arbeit Früchte trägt. Oft hat sie in den letzten Jahren beobachten können, dass durch die Tätigkeiten des Kulturzentrums der Generationen die Berührungsängste sinken. Die Besucher aus dem Viertel nehmen das Angebot im Jungen Schauspielhaus gerne wahr.
„Schön ist es auch zu sehen, dass über die Kinder die Eltern mit dem Jungen Schauspielhaus in Kontakt kommen“, so Till. Mittwochs sitzen die Mütter mit im Foyer, sie tauschen sich aus während die Kinder basteln. Auch gibt es immer noch die Vorleser, die zu den laufenden in offenen Veranstaltungen Texte lesen. „Die Angebote sind kostenfrei“, so Elisabeth Till.
Vom „Kulturzentrum der Generationen“ betreut wird zudem die „Wunderbar“ im Foyer des Jungen Schauspielhauses. Zu moderaten Preisen können die Besucher an Premieren-, Sonn- und Feiertagen Getränke kaufen. Die geringen Erlöse kommen der Werkstatt Kunst und Kultur zu Gute. Für einen reibungslosen Ablauf sorgt das Ehepaar Harry und Traudl Peters – „das Herz der Wunderbar“, so Till.

Kontakt zum Kulturzentrum der Generationen

Der „Verein Kulturzentrum der Generationen“ hat zurzeit rund 30 Mitglieder, davon 15 aktive. „Wir können immer Leute gebrauchen, sei es für die aktiven Angebote wie auch für die Wunderbar“, sagt Elisabeth Till. Interessierte können sich mit Traudl Peters (Wunderbar), Tel.: 274625, sowie Lisa Till (Werkstatt Kunst und Kultur), Tel.: 612289, und elisabeth.till@t-online.de in Verbindung setzen.
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