Kunst und Kultur im Mondschein

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Nicht nur die großen und kleinen Museen der Stadt halten in der Düsseldorfer Nacht der Museen ihre Pforten für Interessierte geöffnet, auch ein umfangreiches Kulturprogramm aus Lesungen, Konzerten und Partys ist Bestandteil der Nacht am 18. April. Foto: Olkesandr Voskresenskyi
Kunst und Kultur auch im Mondschein zu erleben – dazu lädt die Düsseldorfer Nacht der Museen am Samstag, 18. April, ein. Bereits zum 15. Mal öffnen rund 35 Museen, Galerien und Off-Locations zwischen 19 und 2 Uhr ihre Pforten und präsentieren ein buntes und anregendes Programm mit Ausstellungen und Führungen, Theater, Film, Musik und Literatur.

Die Nacht der Museen bietet Gelegenheit, Kunst in ihren unterschiedlichen Facetten zu entdecken und zu erleben: von klassischen Gemälden über zeitgenössische Fotografie oder Film-Projekte bis hin zu eigenwillig-abstrakter Kunst. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Musik, Theater, Performances, Workshops, Partys und kulinarischen Genüssen rundet das Angebot ab.
Die Entdeckungstour könnte vielfältiger kaum sein: Das K20, Grabbeplatz 5, präsentiert in einer Sonderausstellung Werke des Düsseldorfer Künstlers Günther Uecker, der weit mehr zu bieten hat als seine weltberühmten Nagel-Reliefs.
Im Museum Kunstpalast, Ehrenhof 4-5, können Besucher einen Blick auf eine bisher wenig bekannte Seite des international bekannten, und aus Düsseldorf stammenden Regisseurs Wim Wenders werfen, der auch als Fotograf tätig ist. Und die Kunsthalle, Grabbeplatz 4, stellt mit „Real Humans“ multimediale Arbeiten dreier junger US-amerikanischer Künstler vor.
Literarische Unterhaltung bieten die Lesungen: Frank Goosen berichtet im Haus der Architekten, Zollhof 1, vom besonderen Charme des Ruhrpotts und Wanderpapst Manuel Andrack, bekannt als langjähriger Partner von Harald Schmidt, liest im Museum für Europäische Gartenkunst, Benrather Schloßallee 100, aus seinem Buch „Gesammelte Wanderabenteuer“.

„Do It Yourself“

Kunst zum Mitmachen bietet das Filmmuseum, Schulstraße 4, in dem man sich als kreativer Storyboard-Autor versuchen oder als Lichttechniker Scheinwerfer bedienen kann. Wer sein schauspielerisches Talent ausprobieren möchte, steigt im Theatermuseum, Jägerhofstraße 1, als „Hamlet“ auf die Bühne.
Und im Hetjens-Museum/Deutsches Keramikmuseum, ebenfalls Schulstraße 4, porträtiert ein 3DScanner experimentierfreudige Besucher in Porzellan.
Musikalisch bedient die Nacht der Museen nahezu jedes Genre. Von Klassik im Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12, über Gospel mit den „Black Soul Tenors“ im Maxhaus, Schulstraße 11, bis hin zu Psychedelic Rock mit „Love Machine“ im Kunst im Tunnel (KIT), Mannesmannufer 1b. Verschiedene DJ-Sets runden den nächtlichen Soundtrack ab.
Das NRW-Forum Düsseldorf, Ehrenhof 2, präsentiert „1UP – das Live-Magazin für Ideen“, bei dem Künstler, Autoren und Kreative ihre Performances und Acts vorstellen. Die Varta-Bande zieht mit Akku-Rucksäcken durch die Stadt und „sammelt“ Strom, den sie den Besuchern des NRW-Forums gratis zur Verfügung stellt – zum Beispiel zum Aufladen ihrer Handys.

Kunst und Kultur an allen Orten der Stadt

Und das Forum Freies Theater (FFT), Jahnstraße 3, zeigt mit dem Düsseldorfer Künstlerduo „half past selber schuld“ einen Bühnencomic mit bissigen Gesellschaftsanalysen und schwarzem Humor.
Zum Abschluss einer erlebnisreichen Kunstnacht darf natürlich auch gefeiert werden: Das Quartier Bohème, Ratinger Straße 25, mit der großen Abschlussparty, das Boui Boui Bilk, Suitbertusstraße 149, mit Electro Funk & House und der Künstlerverein WP8, Worringer Platz 8, laden zum Feiern und Tanzen bis zum Morgengrauen ein.
Die Kartenpreise wurden in diesem Jahr angehoben, nun kosten die Eintrittskarten 14 Euro. Die Tickets jedoch nicht nur Eintrittskarte für alle Veranstaltungsorte, sondern gleichsam auch Fahrkarte für die Shuttle-Busse, die, so Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, auf drei Linien alle zehn Minuten zwischen den beteiligten Häusern pendeln. Die Tickets sind dort an der Abendkasse, aber auch in den bekannten d:ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
Alle Informationen zur Veranstaltung gibt es im Programmheft, auf www.nacht-der-museen.de und über die Besucher-Hotline 89-99555. Besitzer einer Düsseldorf Art:card, Art:card plus oder Art:cardjunior haben kostenlosen Zutritt.
„Man sollte sich bereits vorher überlegen, was man unbedingt sehen möchte“, rät Hans-Georg Lohe. Einer Umfrage im Auftrag der Stadt zufolge schaffen die Besucher in der Nacht der Museen im Schnitt den Besuch von 4,5 Häusern. „Natürlich“, fügt der Kulturdezernent schmunzelnd hinzu, „kann man sich aber auch einfach nur durch die Nacht der Museen treiben lassen.“
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1 Kommentar
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 14.04.2015 | 16:57  
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