Kunstsammlung NRW: Jahresprogramm

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Gleich zwei international bedeutende Künstler, die vom Rheinland aus die Kunstwelt im 20. Jahrhunderts beeinflusst haben, stellt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im kommenden Jahr in den Mittelpunkt: Otto Dix, Maler und Bürgerschreck, verbrachte von 1922 bis 1925 intensive Schaffensjahre in Düsseldorf.  Erstmals umfassend zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die Dix-Werke aus dieser intensiven Phase und macht ihre internationale Strahlkraft erlebbar. Die Ausstellung Otto Dix – Der böse Blick untersucht vom 11. Februar bis 14. Mai 2017 die Zusammenhänge von individueller künstlerischer Produktivität, ästhetischen und gesellschaftlichen Fragestellungen sowie die Einflüsse von Unterstützern und persönlichen Lebensumständen.
Der Belgier Marcel Broodthaers formulierte ein halbes Jahrhundert später als Dix in den 1970er Jahren ebenfalls von Düsseldorf aus seine eigenwilligen Kunstpositionen im Umfeld von Pop Art, Minimal- und Konzeptkunst. Die Ausstellung Marcel Broodthaers. Eine Retrospektive wurde organisiert vom Museum of Modern Art, New York, und dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia in Madrid. Als einzige Station in Deutschland gastiert die Schau vom 4. März bis zum 11. Juni 2017 in der NRW-Landesgalerie. Innerhalb kürzester Zeit fand Broodthaers in der avantgardistischen Kunstszene großen Anklang mit seinen vielfältigen, installativen und kinematografischen Arbeiten, die seine tragende Bedeutung für die bildende Kunst im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert begründeten.

- Ein Wiedersehen mit in orbit, der riesigen, begehbaren Netzkonstruktion unter der Glaskuppel des K21, wird es im März 2017 geben. Dank neuer technischer Möglichkeiten ist die international gefeierte Installation in orbit für fünf weitere Jahre geöffnet.  

- »WEGEN UMBAU GEÖFFNET« Eine Kunstsammlung wird neu verhandelt ist der Titel eines von Januar bis August 2018 im LABOR von K20 laufenden Projektes: Die Auswirkungen der Globalisierung und die digitale Ausrichtung der Gesellschaft verlangen Neupositionierungen auch der Kunstmuseen, denn mit diesen Umbrüchen verändern sich auch Interessen und Orientierungen ihres Publikums.
Ebenfalls im Zusammenhang mit museum global veranstaltet die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen bereits im Januar unter dem Titel Wem gehört das Museum? ein mehrtägiges internationales Symposium. Vor dem Hintergrund einer wandelnden Gesellschaft beschäftigt es sich mit neuen Formen musealer Vermittlung.

- Mit  der Präsentation Art et Liberté: Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (1938 – 1948) blickt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit ihrem langfristigen Projekt museum global über die Grenzen Europas. Vom 15. Juli bis zum 15. September im K20 Grabbeplatz zu sehen, ist dies die erste umfassende Museumsausstellung der in Kairo aktiven Gruppe Art et Liberté (Kunst und Freiheit). Das surrealistische Kollektiv aus Schriftstellern und bildenden Künstlern engagierte sich kurz vor dem Zweiten Weltkrieg im Königreich Ägypten im Kampf gegen Faschismus, Nationalismus und Kolonialismus.

- Das K21 Ständehaus ist seit 2010 mit dem fortlaufenden Programm der Künstlerräume ein Ort für internationale Künstler und für Sammlungsbestände mit Gegenwartsbezug. Über drei Etagen hinweg halten 22 ständig wechselnde Räume Begegnungen mit raumbezogener Kunst bereit. Ausgewählte Künstler sind eingeladen, ihre Arbeiten für die Dauer von einem Jahr zu zeigen und dabei in einen Dialog mit der Architektur und den Positionen aus der Sammlung zu treten. Die neuen Installationen des Jahres 2017 legen einen Schwerpunkt auf bühnenhafte Inszenierung und architektonische Erweiterung des Raumes: Werke von Alexandra Bircken, Ulla von Brandenburg, Gego sowie Eva Kotátková sind geplant.

- Mit der Veranstaltungsreihe Futur 3 lädt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen auch 2017 (jeweils donnerstags, 19.00 Uhr) alle an Kunst und Kultur Interessierten zu Dialog, Debatte und Diskussion ins Schmela Haus ein. Auf dem Programm stehen Begegnungen mit internationalen Gästen, die in unterschiedliche Fragen zur Zukunft von Museum, Stadt, Gesellschaft, Kunst und Wissenschaft erörtern. 


Weitere Informationen:
www.kunstsammlung.de
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