"Mit diesem Adventsmarkt tat sich Garath keinen Gefallen".

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Ich liebe die Adventsmärkte. Es riecht gut. Die Menschen freuen sich auf Weihnachten. Jedoch der „Adventsmarkt“ im Garather Einkaufszentrum hat mit alle dem nicht mehr zutun. Er besteht zum größten Teil aus Waren, die man regelmäßig auf allen Trödelmärkten anfindet. Einige Stände sehen aus, als würden sie jeden Moment zusammenbrechen. Kabel lagen ohne Abdeckung quer über den gesamten Fußgängerbereich, der Starkstromkasten stand sperangelweit offen und stellte eine Gefahr - insbesondere für Kinder - dar. Die Standbeleuchtungen waren völlig unzureichend und der Abfall stapelte sich an den Ständen.

Billige Schuhe wurden vor einem Schuhladen verkauft, vor einem Textilgeschäft befand sich ein mit verschiedenfarbigen Plastikplanen überdachter Stand, an dem vermeintlich preiswerte Kleidung angeboten wurde. Ein weiterer Stand war mit Plastikhandtaschen und „Gummi Gürteln“ bestückt – Letztere fand man an drei weiteren Ständen, die wohl einem einzigen Anbieter zugeordnet werden konnten. Die festgesetzten Standplatzgrenzen sind überschritten worden. Eine „Fischbude“ befand sich genau vor dem Schaufenster des Stadtbäckers und nahm ihm die Sicht und die Werbefläche, obwohl man dem Fischbudenbesitzer einen anderen Platz zugewiesen hatte.

Fast alle haben gegen geltendes Recht in der einen oder anderen Weise verstoßen . Z.B. hat Jeder Standinhaber an seinem Verkaufsstand oder Standplatz eine gut sichtbare Tafel anzubringen, auf der in deutlich lesbarer und unverwischbarer Schrift Name, Vorname und Wohnort, bei juristischen Personen Firmenbezeichnung und Betriebssitz angegeben sind, dami Kunden wissen, woran sie sich bei etwaigen Garantieansprüchen wenden können. Das war hier nicht der Fall. Ein weiterer Verstoß sehe ich darin, dass „Adventsmärkte“ , die hauptsächlich nicht-weihnachtsbezogenen Waren anbieten überhaupt zulässt.

Mit diesem „Adventsmarkt“ tat sich Garath keinen Gefallen, er verhöhnte die hier lebenden Menschen in eklatanter Weise und schädigte nicht zuletzt das Image von Garath. Zur Ehrenerettung sei aber gesagt, dass weder die Werbegemeinschaft garathActi+ noch die Bezirksvertretung Schuld haben, sondern die mit der Durchführung beauftragte Firma, einen Adventsmarkt auszurichten. Sie kam ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nach. Sie wird zumindest in Garath keine Aufträge mehr - einen Markt zu beschicken - erhalten.
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