„mittwochgespräche“ beschäftigen sich mit der Angst vor dem Islam

Wann? 02.11.2016 18:00 Uhr bis 02.11.2016 19:30 Uhr

Wo? Maxhaus, Schulstraße 11, 40213 Düsseldorf DE
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Düsseldorf: Maxhaus |

Am 02. November ist beim 1684. „mittwochgespräch“ Professor Dr. Gert Pickel unser Referent und Gesprächspartner. Sein Thema lautet: „Woher kommt die Angst vor dem Islam in Deutschland?“ Wie immer findet das „mittwochgespräch“ um 18:00 Uhr im Katholischen Stadthaus Maxhaus, Schulstraße 11, statt. Der Eintritt beträgt 3,00 Euro.

Demoskopen registrieren seit einiger Zeit eine wachsende Angst der deutschen Bevölkerung vor „dem“ Islam. Bei den Demonstrationen der Pegida-Bewegung in Dresden und auch andernorts wird in diesem Zusammenhang immer wieder die Angst vor dem Untergang des christlichen Abendlands heraufbeschworen und eine wachsende Bedrohung der deutschen Kultur und Demokratie durch „den Islam“ propagiert. Und lassen nicht der Blick auf den IS in Syrien und Ereignisse, wie zu Sylvester in Köln, Zweifel daran aufkommen, ob der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff mit seiner Aussage „der Islam gehöre zu Deutschland“ richtig gelegen hat? Fast drei Viertel der Deutschen sind zumindest nicht seiner Meinung. Jenseits möglicherweise berechtigter Kritik, scheint sich hierbei aber eine Angst vor „dem Islam“ zu etablieren, die über das reale Bedrohungspotential hinauszugehen scheint. Zudem hat man verstärkt den Eindruck als würden Differenzierungen in der Betrachtung des doch pluralen Islams genauso auf der Strecke bleiben, wie eine Differenzierung zwischen seinen Mitgliedern, den Muslime, und einer diffusen Zuschreibung an eine einheitlich gesehenen Religionsgemeinschaft. Das „mittwochgespräch“ diskutiert auf der Basis empirischen Datenmaterials, wie derzeit der Blick auf den Islam ist, was mögliche Beweggründe hierfür sind und welche politischen und gesellschaftlichen Folgen daraus resultieren.

Professor Dr. Gert Pickel, Jahrgang 1963, studierte Soziologie und Politikwissenschaften an der Universität Bamberg. Von 1992 bis 1996 arbeitete er zunächst an der Sozialwissenschaftlichen Forschungsstelle der Universität Bamberg. Von 1996 bis 2007 arbeitete er an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt/Oder am Lehrstuhl für Vergleichende Kultursoziologie. Seit 2009 ist er Professor für Kirchen- und Religionssoziologie an der Universität Leipzig. Seit 2013 ist er zudem Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig.
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