Paul Schneider von Esleben: Das Mannesmann-Hochhaus in Düsseldorf

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Das Mannesmann-Hochhaus: Eleganter Akzent am Rheinufer; links das alte Mannesmann-Verwaltungsgebäude von Peter Behrens (1912).
Düsseldorf: Berger Allee 25 | Ikonen der Architektur
In den 1950er Jahren entwarf Paul Scheider von Esleben in Düsseldorf einige Bauten, die international für Furore sorgten. Dazu gehört das Mannesmann-Hochhaus von 1954-58. Es war der erste "Wolkenkratzer" Düsseldorfs und gleichzeitig Sinnbild des deutschen Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute nimmt sich das Hochhaus mit seinen 24 Geschossen und knapp 90 Metern Höhe zwar eher bescheiden aus, aber das elegante schlanke Gebäude ist von der Düsseldorfer Rheinfront nicht mehr wegzudenken - ein Klassiker der Nachkriegsmoderne, seit 1997 unter Denkmalschutz. Das Hochhaus hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Nach der viel diskutierten Übernahme der Mannesmann AG durch Vodafone und dem Umzug des britischen Unternehmens nach Heerdt ist seit 2013 das Wirtschaftsministerium NRW hier untergebracht.

Paul Schneider von Esleben
gewann den Wettbewerb für den Neubau der Mannesmann-Hauptverwaltung. Sein Entwurf orientierte sich an der internationalen Architektur der Moderne: So entstand das erste in Skelettbauweise errichtete Gebäude in Deutschland. Neben dem Betonkern tragen 990 Stahlrohrstützen (natürlich aus dem Hause Mannesmann!) das Hochhaus. Und die "Mannesmann-Paneele", genormte Bleche in den Firmenfarben Blau und Weiß, bilden zusammen mit den Glaselementen die charakteristische schnörkellose Fassadenstruktur.

Die Ausstellung
Zum 100. Geburtstags von Paul Schneider von Esleben (1915 - 2005) fanden in Düsseldorf mehrere Ausstellungen statt, u. a. im größten "Ausstellungsexponat", dem Mannesmann-Hochhaus. Zum Tag des offenen Denkmals öffnete das Ministerium die Ausstellungsräume in der 21. Etage für die Besucher. Von dort hat man einen großartigen Blick auf die Stadt. Stilisierte Folien-Bilder an den Fenstern machten auf Werke von Paul Schneider von Esleben in Düsseldorf, Wuppertal und Köln aufmerksam. Weitere Düsseldorfer Bauten werden demnächst näher im LK vorgestellt.

Die Skulptur "Mannesmann I"
Kongenial und gleichzeitig als Kontrapunkt zur Architektur steht seit 1960 die Edelstahlskulptur von Norbert Kricke (1922-1984) vor dem Hochhaus. Sie ist aus nahtlosen Stahlrohren angefertigt. Die dynamische Raumplastik schießt in den Raum und hebt sich vom strengen Raster der Fassade ab. Wie das Hochhaus selbst ist auch Krickes Skulptur Ausdruck für das Lebensgefühl jener Jahre: Aufschwung und Aufbruch in ein neues Zeitalter.

Die Ausstellung "Paul Schneider von Esleben. Das Erbe der Nachkriegsmoderne". Eine Ausstellung des M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW ist noch bis zum 24. Februar 2016 in der Sparkasse Wuppertal, Islandufer 15, zu sehen.

Quelle
Paul Schneider von Esleben. Das Erbe der Nachkriegsmoderne, Magazin und Flyer anlässlich der gleichnamigen Ausstellung, Hrsg. M:AI Museum für Architektur und Ingenieuerkunst NRW, Bottrop 2015.
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