Samstag ist Japantag

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Foto: Archiv/vos
Düsseldorf: Rheinpromenade | Text: Felix Fießer

Auf drei Stehtischen sind die Flaggen von Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf und Japan aufgestellt. Dahinter haben sich Vertreter der Stadt und der japanischen Gemeinde versammelt, sie werben für den Japan-Tag. Dieser findet am kommenden Samstag, 20. Mai, statt. Mehr als 600.000 Besucher werden erwartet.

"Ich freue mich, dass sich in dem außergewöhnlichen Sportjahr 2017 auch der Japan-Tag dem Sport widmet. Mit einem eindrucksvollen Feuerwerk werden wir neun Tage vor dem Start der Tischtennis-WM und sechs Wochen vor dem Grand Départ einen Gruß zu unseren Freunden nach Tokio senden", erkärt Oberbürgermeister Thomas Geisel. Sport ist ein wichtiges Thema auf dem Johannes Rau Platz. Hier sind vor allem ostasiatische Kampfkünste zu sehen.

Wer sich mehr für japanische Popkultur interessiert, sollte das Mannesmannufer aufsuchen. Dort werden sich die Cosplayer versammeln, die in auffälligen Verkleidungen Figuren aus japanischen Comics (Mangas) imitieren und in einem Wettbewerb das beste Kostüm auswählen. Für viele ein beliebtes Fotomotiv.
Traditionelle Japan-Freunde werden auch auf ihre Kosten kommen. An der Rheinuferpromenade werden, von 12 bis 19 Uhr, Origami, Kalligrafie und eine Kimono-Anprobe zu finden sein. Mit dabei, so der OB am Rande: seine Frau.

Hauptevent ist das Feuerwerk, das den Himmel um ca. 23 Uhr erstrahlen lassen wird.
Geändert wurde das Sicherheitskonzept, nachdem viele Besucher im letzten Jahr das starke Gedränge bemängelt hatten. Frank Schrader, Geschäftsführer der Düsseldorf Tourismus GmbH, erklärt: "Wir nehmen die Beschwerden aus der Bevölkerung ernst. Deshalb haben wir die Fläche für den Japan-Tag erweitert." Schrader verspricht sich dadurch, dass sich die Besucherströme mehr verteilen. Ein Glas-Verbot, wie an Karneval in der Altstadt, hält Oberbürgermeister Geisel aber für unnötig:"Wir vertrauen dabei auf den gesunden Menschenverstand unserer Besucher." Über die genaue Anzahl der Sicherheitskräfte gibt Schrader keine Auskunft: "Viele Mitarbeiter werden auch in Zivil unterwegs sein, daher wären genaue Zahlenangaben unangebracht."

Zwei Tage nach dem Japan-Tag wird der dazugehörige Wirtschaftstag-Japan, dessen Thema in diesem Jahr "Innovation durch Kooperation" ist, stattfinden. Dr. Günther Horzetzky (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW) erklärt: "Seit 15 Jahren ist der Wirtschaftstag Japan ein wichtiger Bestandteil des Japantages. Er steht für die sehr enge und kooperative Zusammenarbeit von japanischen und nordrhein-westfälischen Unternehmen und ermöglicht ihnen Kontakte neu zu knüpfen oder zu vertiefen."
Hierbei ist es, laut Horzetzky, besonders wichtig, eine Brücke zwischen nordrhein-westfälischen Startups und japanischen Unternehmen zu errichten. Der Besuch beim Japantag lohnt sich alleine schon wegen der tollen Kostüme einiger Besucher.
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