Schauspieler André Eisermann: „Der Roman altert nicht“

Anzeige
Wird am 14. April mit seinem Projekt „Goethe, Werther, Eisermann“ im Capitol Theater zu sehen sein: Schauspieler André Eisermann. Foto: Görtz
„Der Roman altert einfach nicht“, sagt Schauspieler André Eisermann und verweist auf die Aktualität des Werkes mit dem Titel „Die Leiden des jungen Werthers“, das Johann Wolgang von Goethe bereits im Jahre 1774 zur Leipziger Buchmesse vorgelegt hatte und das sich sogleich zum Bestseller entwickelte. Der Briefroman ließ Goethe im selben Jahr gleichsam über Nacht in Deutschland berühmt werden und gehört bis heute zu den erfolgreichsten Romanen der Literaturgeschichte.
Mit seinem Projekt „Goethe, Werther, Eisermann - Eine spoken word performance“, das den Roman in einer unkonventionellen und modernen Art präsentiert, ist Schauspieler André Eisermann derzeit in Deutschland unterwegs und wird in der kommenden Woche auch in Düsseldorf zu erleben sein.

Musik von Jakob Vinje

Der Schauspieler, der unter anderem durch Rollen in Joseph Vilsmaiers Verfilmung des Robert Schneider-Romans Schlafes Bruder, und in der Rolle des Kaspar Hauser in dem gleichnamigen Film von Peter Sehr bekannt wurde, nahm sich dem Stoff bereits vor vielen Jahren an. „Der Inhalt fasziniert mich sehr und ich entdecke den Roman durch die Reaktionen des Publikums ständig neu“, erklärt Eisermann. Für das Projekt wurde durch Jakob Vinje Musik komponiert, Lichteffekte unterstützen zusätzlich die Stimmung des Vortrages.
„Ich bin beim Spielen des Textes stets aufs Neue ergriffen“, betont Eisermann, „erfinde nichts hinzu sondern lebe den Text Abend für Abend, verkörpere Werther ganz und gar.“
Im Gegensatz zum Film – Schlafes Bruder erhielt mehrere Auszeichnungen und wurde für den Golden Globe nominiert – schätzt Eisermann die Chronologie des Theaters und die Unmittelbarkeit der Bühne. „Auf der Bühne kann ich, gerade mit dieser großartigen Vorlage Goethes, alle Register ziehen und die Spannweite einer Figur ausreizen“, beschreibt Eisermann seinen Zugang zum Stoff. „Werther verguckt sich, statt zu gucken“, beschreibt der Schauspieler den tragisch endenden Roman, der in der Selbsttötung des Protagonisten Werther endet. Damals wie heute sei der Inhalt aktuell und faszinierend, so Eisermann weiter, und habe nichts von seiner Modernität verloren.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.