Spannung bis zur letzten Seite

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Annegret Koerdt hat ihrem Debüt-Krimi den Titel "FeuerRot" gegeben.
„Ist das Buch spannend?“ Eine Frage, die Annegret Koerdt in Anspielung auf ihren ersten Krimi schon häufiger gestellt wurde. Und auf die sie keine richtige Antwort hat. „Ich habe das Buch ja selbst geschrieben – und wusste demnach von Anfang an, wer der Mörder ist“, sagt sie schmunzelnd.
„FeuerRot“ heißt der gerade erschienene Roman. Das Buchcover lässt erahnen, was das Thema sein könnte. In Düsseldorf treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Seine Opfer sind immer – wie eben auf dem Buch dargestellt – rothaarige Frauen, die tot und übel zugerichtet aufgefunden werden.
Die Polizei ermittelt. Und Detektivin Angela Merckel, die gemeinsam mit ihrem Kompagnon den Auftrag hatte eine der Getöteten zu beschatten. Während die Protagonistin sich immer mehr in die Geschichte verstrickt, lernt der Leser wie nebenbei Düsseldorf kennen. Denn Ela, wie sie genannt wird, joggt durch den Hofgarten und an den Baustellen im Innenstadtbereich vorbei, beschattet einen Mann, der in einem Bordell an der Rethelstraße seine Frau betrügt, und kehrt in diversen Gastronomiebetrieben ein.
Für die Autorin Annegret Koerdt war das Einflechten der lokalen Gegebenheiten als gebürtige Düsseldorferin ein leichtes. „Auch wenn ich tatsächlich recherchieren musste, wie die ein oder andere Passage im Hofgarten heißt“, erzählt sie. Auch die Person der Angela Merckel ist ihr nicht ganz fremd. Neben der Haarfarbe vereinen Protagonisten und Autorin einige Charaktereigenschaften. „Sie ist wie ich auch geradeaus, nicht sehr diplomatisch und trägt das Herz auf der Zunge“, sagt Annegret Koerdt.
Nicht ganz so einfach wie von ihr anfangs angenommen sei es, erzählt sie, überhaupt einen Krimi zu schreiben. Schreiberfahrung hat die freiberufliche diplomierte Grafik-Designerin in den letzten Jahren zwar schon gesammelt – unter anderem kam sie mit ihrem Kurzkrimi „Doppelt gut gemeint“ unter die Top 20 beim Buchjournal-Schreibwettbewerb 2012 –, aber einen ganzen Krimi zu schreiben, hielt sie für zu einfach. „Dabei ist es viel komplizierter als einen Roman zu schreiben. Man muss Fäden spinnen, die Fantasie des Lesers anregen und alles muss logisch sein“, sagt sie. Dinge, die ihr gelungen sind. Anngret Koerdt, die Mitglied in der Autorenvereinigung „Syndikat“ ist, legt falsche Fährten, die der Leser nicht gleich erkennt. Sie streut Verdachtsmomente, die sich nicht so auflösen wie erwartet.
Der Leser hofft nach der letzten Seite, dass es, wie der Untertitel es besagt, nicht bei Angela Merckels erstem Fall bleibt. Und Angela Koerdt hat das geschafft, was sie selbst nicht benennen kann: Einen unglaublich spannendes Buch zu schreiben.
„FeuerRot“ – Angelas Merckels erster Fall“ ist erschienen im arsvivendi-Verlag und im Buchhandel als Taschenbuch erhältlich.
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