Vegiegeschichten Teil 3: Mohrrübe, Kohl und Zwiebel auf Reisen bei den Tieren

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  Nachdem sich viel Gemüse und Obst für Salate und Suppen geopfert hatten, gab es einige, die unbedingt Abenteuer suchten.


Da waren ein Kohl, eine Mohrrübe und auch – man glaubt es kaum, eine stechend riechende Zwiebel. Alle drei wollten in der Wildbahn Tiere besuchen. Sie verhielten sich fast wie Touristen. Jedoch waren sie ziemlich unvorsichtig.


Die Mohrrübe behauptete: „Mich essen sowieso nur Vegetarier. Vor Löwen, Krokodilen und sonstigem Getier brauche ich keine Angst zu haben.“


Der Kohl meinte: „Ja, wenn das so ist, mögen mich die vegetarisch lebenden Tiere besonders, genauso wie dich, Mohrrübe. Wir müssen aufpassen, welchen Tieren wir begegnen. Und wir dürfen die Tiere auf keinen Fall kraulen.“


Die Zwiebel lächelte und sprach: „Bei mir bekommt jedes Tier Tränen in die Augen. Ich kann also in die Nähe jedes Tieres kommen, egal ob es ein Pinguin oder ein Tiger ist.“


Kohl und Rübe fanden die Worte der Zwiebel lächerlich, unglaublich naiv. Alle packten sich ihre Beutel und trampten los. Es war eine halbe Weltreise, die das Gemüse unternahm.

Zunächst froren sie gar mächtig, weil sie im ewigen Eis gelandet waren. Schon von weitem hörten sie die heran watschelnden Pinguine. Sofort setzte sich die Mohrrübe auf den Schnabel eines Pinguins. Das war jedoch sehr gefährlich, weil der Pinguin gerade seinen Partner küssen wollte. Während dieser Aktion fiel die Rübe in den Schnee. Dabei lachte sie herzlich. Der Kohl war noch ein bisschen erschrocken, versuchte es danach jedoch auch.
Plötzlich, oh Schreck, kamen sie. Die Feinde der Pinguine. Ein weißes dickes und großes Pummelchen, die Eisbären Mutter mit ihrem kleinen Baby, die wohl einen Spaziergang machten. Aber Vorsicht! Auch für das Gemüse wurde es gefährlich. Mutter und Kind legten sich in den Schnee. Gespannt warteten die Möhre, der Kohl und die Zwiebel darauf, bis sie eingeschlafen waren.

Leise wälzten sich die drei Gemüsestückchen vorwärts, immer in der Angst, von den großen Tieren entdeckt und erwischt zu werden. Sie wussten, dass sie nicht die Beute der Bären waren. Bären mochten kein Kohl, und sie aßen auch kein Gemüse. Aber – sie waren unheimlich groß und sahen gefährlich aus.


Tollkühn legte sich dann die Möhre auf die Schnauze des Babys. Die Zwiebel wollte es ihr nachmachen, doch dann passierte es:


Ein Schwall von Angstschweiß der Zwiebel durchflutete die Luft. Die Kameraden hielten sich die Nase zu. Jetzt bekamen alle Angst.
Das Bärenbaby öffnete seine Augen und blinzelte zu seiner Mutter. Diese war aber so erschöpft, dass sie sich nicht bewegte und ihre Augen geschlossen blieben. Schnell, bevor noch etwas passieren konnte, kroch das Gemüse weg. – „Oh, das ist ja noch mal gut gegangen!“

Die Abenteurer stellten beruhigt fest, dass die Tiere kein Gemüse, sie, mochten.

„Das ist doch klar, dass diese Viecher uns nicht mögen, weil hier ja kein Gemüse wächst. Pinguine leben von Fisch. Eisbären leben auch von Fisch, Robben und Pinguinen. Zuhause mischt man uns in einen Fischsalat.“


Langsam fing das Gemüse an zu frieren, nur der Zwiebel ging es relativ gut. Sie weinte ein bisschen, höchstwahrscheinlich Eistränen, aber das war ja nicht schlimm.

In den Wäldern der Taiga war es noch einmal lustig, denn da gab es so viele Tiere. Mohrrübe und Kohl wollten unbedingt Reh- Kitze streicheln. Dabei kamen sie der Schnauze der kleinen Tiere sehr nahe. Das juckte unglaublich. Die Mohrrübe war immer ein bisschen forscher und der Kohl zockelte hinterher. Die Zwiebel lachte sich nur kaputt.


Zu guter Letzt war das Gemüse auch in Afrika. In der Steppe Kenias gab es noch einige Elefanten. Die Zwiebel meinte, es sei doch zu gefährlich, die Elefanten streicheln zu wollen.

„Passt bloß auf, dass die Elefanten euch nicht fressen. Sie sind nämlich Vegetarier. Sie fressen Blätter und Gestrüpp,“ und die Zwiebel vervollständigte, „es bringt ja nichts, wenn ich alleine zurück reisen muss.“

Das sahen die beiden zwar ein, aber als zwei Baby- Elefanten sich ihnen näherten, da wurden sie schwach und streichelten sie.


Schließlich hatten die Freunde genug von der Reise. Zuhause konnte man schließlich auch viel erleben, ohne gegessen zu werden. Naja, vom Menschen schon, aber nicht von Wildtieren.

Schönes Wochenende- mal schauen, was das Gemüse sonst noch so anstellt. Es grüßt Euch: Roland
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