Von Mensch zu Tier: Maskenbildnermesse zeigt die Verwandlung

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Daniel Djambazian (l.) und Sebastià Peris (r.) in ihren Kostümen für "Wo die Wilden Kerle Wohnen". (Foto: Ingo Lammert)
Düsseldorf: Oper am Rhein |

Dieses Jahr findet die make-up artist show (mads), die einzige Fachmesse für Maskenbildner und Visagisten in Deutschland am Samstag und Sonntag, 1. und 2. April, im Rahmen der Beauty, statt.

"Generell gibt es auf der Welt nur zehn Event Messen wie diese für Maskenbildner. Insgesamt kommen 75 Aussteller und Marken, die mit 25 Beiträgen ein erstklassiges Fachprogramm machen", erklärt der mads-Director Helmut Winkler.

Dieses Jahr ist das Thema "Reich der Märchen", das den Maskenbildnern und Visagisten viel Kreativität abverlangt. Viele große Namen der Branche sind vertreten, die in Vorträgen ihre Arbeiten in den verschiedensten Weisen vorstellen. Shaune Harrison ein Maskenbildner aus London, bekannt für seine Prosthetics und Special Effects, ist einer davon. Er arbeitete an großen Filmen wie Star War, der Da Vinci Code und Die Mumie mit. Auch ein paar Düsseldorfer sind dabei, wie PD Dr. Benno Hartung, Rouven Roske und Alexander Schier.

Auf der Messe geht es hauptsächlich darum, neue Techniken und Materialien kennen zulernen. Fachbesucher haben deshalb die Möglichkeit sich selbst in einer Kreativ-Werkstatt an der Kunst des Maskenbildens und Make-ups auszutesten. Auf der Messe gibt es auch noch einen einmaligen Wettbewerb: Die Meisterschafen für Auszubildende, bei denen acht Azubis am Sonntag, 2. April, ihr Können beweisen.

Großes Thema auf der Messe: Märchen

Weil auch Märchen ein großes Thema für die Oper am Rhein sind, stellte die mads dort immer gerne ihr Messe-Programm vor. "Es ist reizvoll eine völlige Veränderung zu machen, eine sehr tolle ist vom Mensch zum Tier", so Bernd-Uwe Staatz, Chefmaskenbildner der Deutschen Oper am Rhein.
In der Kinderoper "Wo die Wilden Kerle wohnen" lässt sich dies toll darstellen. An einer Live-Verwandlung, zeigt Staatz seine Verwandlung von Mensch, zu einer Mischung aus Mensch und Fledermaus und am Ende eine vollständige Fledermaus. Bei einem Ortstermin verschwand er kurz für fünf Minuten und kam als neuer Charakter hervor. Daran demonstrierte er, wie schnell die Veränderung auf der Bühne geschehen müssen.

Tolle Verwandlungen

Der Regisseur des Stücks Philipp Westerbarkei lobt Staatz dazu, dass er in der Verwirklichung des Stückes eine große Hilfe gewesen wäre. "Durch die Vergangenheit der Geschichte, mussten wir viele Erwartungen erfüllen und auch unsere eigene Interpretation verwirklichen. Staatz hat die Verwandlungen der Schauspieler toll umgesetzt", so der Regisseur.

Es ging viel Vorbereitung in die Masken rein, da man vor der Aufführung nur 20 Minuten für jeden Schauspieler hat. Es begann mit einer Zeichnung und dann wurde mit dem Gesicht des Schauspielers zusammen, die Prosthetics und Make-up gebildet, so Staatz. Das ist nötig, da die Masken bewegbar sein müssen, damit sie beim Spiel nicht stören. In einer kleinen Kostprobe des Stückes stellten die Schauspieler dies dar.

Text: Lena Arndt
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 18.03.2017 | 10:15  
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