Wim Wenders zeigt Photographien im Museum Kunstpalast

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Wim Wenders stellt im Museum Kunstpalast aus. Foto: Siegel

Vielleicht ist es in dem Moment, als die Schlange am Pressecounter am längsten ist, als Wim Wenders am Vormittag des 16. April das Museum Kunstpalast betritt.

Bekleidet mit schwarzen Sneakern, wie sie gerade so modern sind, und einem Rucksack, wie sie Touristen so gerne tragen. Ein kurzer Blick der wartenden Journalisten auf ihre Smartphones: Noch 20 Minuten bis zur Pressekonferenz mit ihm. Alles gut! Die Idee einer der wartenden Fotografen unten noch schnell ein Foto zu machen, winkt der 1945 in Düsseldorf geborene Regisseur ab, begibt sich einen Stockwerk höher.

Ausstellung geht bis zum 16. August


Dorthin, wo vom 18. April bis zum 16. August die Ausstellung „4 Real & True 2 - Landschaften. Photographien“ gezeigt wird. Dort schon zahlreich vertreten Medienmenschen aus Düsseldorf, Deutschland und dem Ausland. 80 großformatige Bilder aus 40 Jahren Schaffenszeit werden gezeigt. Ja, sie ziehen die Blicke auf sich. Ja, vor den meisten Photografien bleibt man mehr als nur Sekunden stehen. Ja, sie zeigen Skurilles und Normales, Schönes und Katastrophales. Ja, sie sind in der ganzen Welt entstanden – ob in Armenien, Wuppertal oder wie durch radioaktive Strahlung zerstörten Bilder in Fukushima. Aber: Ja, die Oberlichter reflektieren auf dem Glas der Bilderrahmen.

Photographie mit ph


Ob Wim Wenders das an diesem Vormittag sieht? Er hat sich unter die Pressemenge gemischt. Lässt die anwesenden Fotografen machen. Eher widerwillig, so scheint es. Wenders ist wortkarg. Auch später bei der Pressekonferenz, die vor der glühenden Landschaft der Rocky Mountains stattfindet, redet er nicht von sich aus. Er zieht es vor, Fragen zu beantworten. Wenders erzählt, dass er photographiert. Mit „ph“, weil bei ihm alles analog und unbearbeitet ist. Dass er mit einer Art 7. Sinn immer einen Ort findet, der etwas erzählen kann. Manch eine Bemerkung bringt die Anwesenden zum Schmunzeln. Doch mehr als die Worte Wim Wenders werden wohl seine Photographien wirken.
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