Wohin mit der Kleinkunst?

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Noch sind die Türen des KaBARett Flin verschlossen. Ab dem 5.März startet das neue Programm!
Düsseldorf: KaBARett Flin |

Das Theater Flin heißt jetzt KaBARett Flin und öffnet im März nach dem Umzug zum Staufenplatz erneut seine Pforten. Die Kleinkunststätte musste im vergangenen Jahr einem neuen Wohnbauprojekt weichen. Jetzt stehen Philipp Kohlen-Priebe und Oliver Priebe vor einem Neuanfang.

Mit Standing Ovations wurde das Ensemble bei seiner letzten Vorstellung am 31.Dezember von den Gästen gefeiert. Danach war endgültig Schluss. Nach knapp über zehn Jahren erfolgreicher Bühnenkunst gehört das Theater Flin auf der Ackerstraße nun der Vergangenheit an.

1999 gegründet investierte das Duo KoPri wenig später eine Summe von 125.000 Euro, um aus einem kleinen Zimmertheater eine abendliche Begegnungsstätte für rund 100 Theaterbegeisterte zu realisieren. Dem ersten Stück „Die Anleitung zum Wahnsinn“ folgten später 200 Vorstellungen pro Jahr, viele davon waren ausverkauft. „Wir bieten unseren Gästen ein abwechslungsreiches Programm aus Kabarett, Comedy, Klassikern und Kindertheater in einem stets familiären Rahmen“, so Kohlen-Priebe, „anstatt wie nach gesellschaftskritischen Inszenierungen im Schauspielhaus nachdenklich und betroffen zu sein, gehen die Leute bei uns froh und heiter nach Hause.“

Zum Erfolg verhalfen dem Flin Eigenproduktionen wie „Bühne frei für Mutter Ey“ und „Fast Faust – oder des Pudels Kern“, eine temporeiche Satire, in der nur zwei Darsteller in sämtliche Rollen aus Goethes Faust schlüpfen. Zahlreiche Gastauftritte von bekannten Comedy-Nasen wie dem Liedermacher Heinz Gröning, Ingo Oschmann und dem WDR-Zweigespann Onkel Fisch machten das Flin schließlich zum Renner.

„Die Zielgruppe der 20-39 Jährigen soll auch weiterhin angesprochen werden“, so Kohlen-Priebe, der unter anderem als Vorstandsmitglied im Verein Junges Theater in Düsseldorf (Juta) fungierte. „Die Eintrittspreise werden nicht angehoben und auch die Ermäßigungsvorteile als Student bleiben erhalten“, versichert er. Verändern wird sich hingegen die strikte Trennung zwischen Theater- und Gastronomiebereich. Die Gäste haben von den Tischen und der Theke aus einen direkten Blick auf die Bühne. Wer vor der Vorstellung etwas Hunger mitbringt, den erwarten kleine, saisonal ausgerichtete Speisen. Während der Aufführung werden die Gäste mit Getränken verwöhnt.

Während der Jugendstil des ehemaligen „Haus Marx“ ein nostalgisches Ambiente hervorruft, erinnern der Kronleuchter und der breite, goldene Spiegel noch an die Zeit auf der Ackerstraße. Und auch der orangefarbene Samtvorhang, hinter dem schon Gustaf Gründgens im alten Schauspielhaus gestanden hat und der im alten Flin die Bühne verhüllte, wurde natürlich mitgenommen zur neuen Spielstätte.

Diese wird am 5.März ihre Premiere mit dem Kölner Kabarettisten Robert Griess erleben. Sein politisches Kabarett ist eine Abrechnung mit denjenigen, die nur noch von Egoismus anstatt von Solidarität geleitet sind. An den beiden Tagen darauf ehrt das Ensemble Flin mit dem Titel „Och! Der Heinz-Ehrhardt-Abend“ den einstigen Komiker mit Liedern, Gedichten und Sketchen aus seiner Schaffenszeit. Klassiker wie „Fast Faust“ starten erneut im April.

Karten sind ab sofort auf der neuen Internetseite www.kabarettflin.de erhältlich.
KaBARett Flin, Ludenberger Straße 37, 40629 Düsseldorf, kontakt@kabarettflin.de, Tel.: 0211 – 679 8871
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