Zum 31. Oktober: Die Johanneskirche in Düsseldorf

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Johanneskirche von der Berliner Allee aus gesehen
Düsseldorf: Martin-Luther-Platz |

Zur Erinnerung: Heute ist nicht nur Halloween, sondern auch Reformationstag.

Die evangelische Kirche feiert am 31. Oktober mit dem Thesenanschlag Martin Luthers gegen den Ablass (1517) die Geburtsstunde des Protestantismus.

Im katholischen Rheinland hatte es der Protestantismus schwer, sich durchzusetzen. Während in Düsseldorf die katholischen Gotteshäuser traditionsgemäß und selbstbewusst Zeichen im Stadtbild setzten, mussten die protestantischen Kirchen im wörtlichen wie im übertragenen Sinn in den Hintergrund treten, wie die Neanderkirche auf der Bolkerstraße.

Die evangelische Stadtkirche
Erst im späteren 19. Jahrhundert bekam Düsseldorf, seit 1882 Großstadt, wegen der wachsenden evangelischen Gemeinde ein repräsentatives Gotteshaus mitten in der Stadt: die Johanneskirche.

Ein Schmuckstück des Historismus
Im Umfeld von Konsumtempeln, Bürobauten und Banken ist die rot strahlende Johanneskirche ein Eyecatcher. 1891 wurde sie fertiggestellt. Der Entwurf der Berliner Architekten Kyllmann und Heyden ist ein typisches Kind des Historismus, der Vermischung verschiedener historischer Baustile, wie sie das 19. Jahrhundert liebte: Während sich die architektonische Gesamtkonzeption an gotischen Vorbildern orientiert, greifen Details wie die Rundbögen auf die Romanik zurück.

Die "Kirche in der City"
Der über Düsseldorf hinaus bekannte Pfarrer Thorsten Nolting reagierte vor Jahren auf das veränderte gesellschaftliche und religiöse Verhalten. Er machte die evangelische Stadtkirche zur "Kirche in der City". Zu diesem Konzept gehört ein offenes Café im Vorraum ebenso wie Kunstausstellungen, Lesungen und Konzerte, z. B. gerade das New Fall Festival.

Die neue Umgebung
Mit dem Bau des Tausendfüßlers war der freie Blick auf die Kirche Jahrzehnte lang verstellt. Noch immer ist das Areal rund um die Johanneskirche Baustelle, aber von Woche zu Woche gewinnt der Martin-Luther-Platz Kontur: Die Pflasterarbeiten schreiten fort und die ersten großen Bäume haben wieder ihren Platz gefunden. Deshalb können wir mit Optimismus auf das Lutherjahr 2017 schauen: Dann werden die Johanneskirche und der Martin-Luther-Platz wieder ein attraktiver Anlaufpunkt in der City sein.

Ich würde mich freuen, wenn dieser Beitrag zum Reformationstag Euer Interesse findet.

Weitere Infos gibt es bei den Bildunterschriften.

Quellen und Infos:

wikipedia
Rolf Purpar: Kunststadt Düsseldorf, Objekte und Denkmäler im Stadtbild, Düsseldorf 2009, S. 71.
http://www.johanneskirche.org/
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17 Kommentare
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Andrea Gruß-Wolters aus Duisburg | 31.10.2016 | 12:55  
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Rainer Bresslein aus Wattenscheid | 31.10.2016 | 13:25  
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Marlis Trapitz aus Düsseldorf | 31.10.2016 | 16:33  
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