20 Jahre Flüchtlingsberatung

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Leistet mit der Flüchtlingsberatung der Diakonie Hilfe für Flüchtlinge in Düsseldorf: Diakoniepfarrer Thorsten Nolting. Foto: privat
Flingern. Vor 20 Jahren haben engagierte Düsseldorfer
den Grundstein für die Evangelische Flüchtlingsberatung gelegt. Heute wie damals flüchten Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten – aktuell dem Nordirak oder Syrien – um Schutz in Deutschland zu suchen. In den Düsseldorfer Unterkünften leben derzeit daher fast 1.600 Menschen.
1994 begann die hauptamtliche Arbeit der Evangelischen Flüchtlingsberatung im Haus der Kirche mit zwei Stellen für Asylverfahrensberatung. Der Gründung war viel ehrenamtliches Engagement im Kirchenkreisverband vorausgegangen: unter anderem mit dem Evangelischen Arbeitskreis für Ausländerfragen und der Gründung des Evangelischen Arbeitskreises Asyl 1991.
Zu dieser Zeit wurde in Düsseldorf die Erstaufnahme von Flüchtlingen auf zwei Schiffen im Rhein eingerichtet. Die Verweildauer der Menschen betrug dort nur drei bis vier Tage, so dass der Beistand im Asylverfahren eine große organisatorische Herausforderung darstellte. 2007 wurde die Erstaufnahme nach Dortmund verlegt, daher endete in Düsseldorf die Landesförderung für die Asylverfahrensberatung. Eine Rückkehrberatung wurde neu eingerichtet, die rückkehrwilligen und -fähigen Flüchtlingen auch heute noch dabei hilft, in der alten Heimat wieder Fuß zu fassen.
Seit dem Ende der Asylverfahrensberatung in Düsseldorf richtet die Evangelische Flüchtlingsberatung ihre Arbeit nun auf die soziale Begleitung von Flüchtlingen aus, die in den Unterkünften der Stadt leben. Darin wird sie vom Europäischen Flüchtlingsfonds unterstützt.

Trägerschaft durch Diakonie Düsseldorf

2007 übernimmt die Diakonie Düsseldorf die Trägerschaft der Flüchtlingsberatung vom Kirchenkreis, im Frühjahr 2013 vertraut die Stadt Düsseldorf der Flüchtlingsberatung die Betreuung der Flüchtlinge in allen Düsseldorfer Unterkünften an. Damals waren dies 750 Personen, inzwischen hat sich die Zahl verdoppelt. Die Stadt finanziert deshalb bei der Diakonie zusätzliche Mitarbeiter, denn die Hilfsbedürftigkeit von Flüchtlingen ist groß. Viele sind traumatisiert, haben die Ermordung von Angehörigen miterlebt, wurden vergewaltigt, haben all ihren Besitz verloren. Überdies sind viele körperlich krank und verwundet. Neben psychologischer und medizinischer Hilfe brauchen sie Unterstützung dabei, die vielen Formalitäten bei Behörden abzuwickeln, Kindertagesstätten und Schulen für ihre Kinder zu finden und sich an die Gepflogenheiten der deutschen Gesellschaft gewöhnen.
Die Evangelische Flüchtlingsberatung kann ihre immensen Aufgaben nur dank großem ehrenamtlichen Engagement erfüllen.
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