Aktion "Ihr schönster Garten": Auf alt getrimmt - Urlaubsstimmung im Hinterhof

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  Düsseldorf: Flingern |

„Ihr schönster Garten“ heißt eine gemeinsame Aktion von OBI Rath und dem Rhein-Boten. In diesem Rahmen präsentiert heute Bernd Mathea aus Flingern seinen Garten im Hinterhof – für ihn ein Spannungsspiel zwischen urbanem Leben vor der Tür und einer Oase der Ruhe.

In Bernd Matheas Gartenteich schwimmen acht Koi Karpfen um die Wette. In einer großen Vogelvoliere trällern sieben bunte Kanarienvögel vor sich hin. Wilder Wein rankt sich an einer roten Steinwand empor. Ein Springbrunnen plätschert. Statt englischem Rasen wachsen hier Moos, Farne, wilde Blumen und Löwenzahn. Und mittendrin die eine oder andere weiße Frauenskultpur. Man könnte meinen, man wäre in der römischen oder griechischen Antike und nicht in einem Hinterhof eines Altbaus mitten in Flingern.

Allein schon beim Betreten des Gartens ist eine auf alt getrimmte, dreidimensionale Wandmalerei der erste Blickfang: ein verrostetes, gemaltes Fahrrad und Petroleumfackeln auf der einen Seite - alte Steine, Grünspan an den Laternen sowie ein alter Wandbrunnen auf der anderen Seite. Bernd Mathea liebe diese Patina, die ihn oft an Les Halles in Paris erinnere. Vor zwei Jahren hätten Freunde aus dem „Clube Portugues“ die Wand in Szene gesetzt.

Oben Sonne - unten Schatten

Seit 23 Jahren wohnt Bernd Mathea in dem stattlichen Altbau in der Birkenstraße, und seit über zwei Jahrzehnten kümmert er sich um den kleinen Garten im Hinterhof und seine 16 Quadratmeter große, grüne Dachterrasse. Oben genieße er die Sonne, im Garten liebe er den Schatten und das besondere Flair. „Im Brunnen trinken und baden viele Vögel. Oft kann man hier Amseln oder Eichelhäher beobachten. Sogar ein Fischreiher landete letztens am Teich, als er die Kois erspähte.“ Abends sei es im Garten besonders schön, wenn diverse Skulpturen angestrahlt werden. Stolz sei der Hobbygärtner vor allem auf ein Kunstwerk aus Blech mit einem Ring voller Schlüssel. Dieses sei von einem Düsseldorfer Schlosser – oder besser gesagt Künstler – zusammengeschweißt worden.

Kein typischer Garten

Der 58-Jährige genieße den Kontrast zwischen der belebten Birkenstraße mit Geschäften, Straßenbahnen und Autos vor der Tür und einer Oase der Ruhe und Entspannung im Hinterhof. „Urbanes Wohnen in einem tollen Stadtteil mit Ferienatmosphäre zu Hause“ nennt er es.

Im Garten wachsen weiße, blaue und rosafarbene Hortensien, eine große Zeder, Rhododendron und kleine Farne. Auch ein japanischer Ahorn, ein Olivenbaum, Flieder und Orleaner gehören in das Portfolio. „Derzeit sprießt es überall wie verrückt“, sagt Bernd Mathea. „Und ich investiere viel Arbeit in den Garten. Aber das Haus mit seinem Hinterhof ist ein Liebhaberstück – und der Garten ist für alle da.“
Eine runde Sitzecke lädt zum Verweilen ein. Und dies werde auch gerne genutzt.

„Mit Nachbarn oder Freunden sitzen wir hier öfter zusammen und gucken mit Beamer und Leinwand Schwarz-weiß-Filme.“ Auch bei der Weltmeisterschaft wurde hier beim einen oder anderen Spiel mitgefiebert.

Fotos: Stefanie Siegel
Text: Kirstin Engelbracht
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Margot Klütsch aus Düsseldorf | 12.08.2014 | 11:25  
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