Aufeinander achten - Rita Süssmuth besuchte Düsseldorfer Grundschule

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Rita Süssmuth (Mitte) besuchte die Gemeinschaftsgrundschule Richardstraße, an der buddY umgesetzt wird. Foto: Köhlen

Hoher Besuch an der Gemeinschaftsgrundschule Richardstraße: Rita Süssmuth war am Montag zu Gast. Als Vorstandspräsidentin von buddY e.V. wollte sich die ehemalige Bundesministerin und Bundestagspräsidentin ein Bild davon machen, wie das Projekt, das Schülern selbstverantwortliches Handeln an die Hand gibt, in der Schule umgesetzt wird.

„Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen.“ – So lautet das Motto von buddY (vom englischen Wort „buddy“ für Kumpel). Schüler übernehmen innerhalb der Schulgemeinschaft Aufgaben, die möglichst selbstständig und selbstverantwortlich ausfüllen.

An der Gemeinschaftsgrundschule Richardstraße gibt es Fußballbuddys, Büchereibuddys, Ruheraumbuddys, Spielebuddys und Sunnyparlamentbuddys. Die Kinder, die zum Buddy gewählt worden sind, kümmern sich dann um die Regeln und Gestaltungen in ihrem Bereich.

Der Büchereibuddy organistiert zum Beispiel die Ausleihe in der Bücherei. Der Fußballbuddy fungiert auf dem Fußballplatz als Schiedsrichter. Im Sunnyparlament sitzen schließlich Vertreter der Klassen; die Kinder können Wünsche, Bitten und Beschwerden an die Parlamentsbuddys richten.
„Das Interesse der Kinder, daran teilzunehmen, ist sehr groß“, berichtet Lehrerin Angelika Jung, die an der Schule auch Buddycoach ist. Das Projekt kann Dinge vermitteln, die der normale Unterricht nicht leisten kann, weil diese Dinge über das normale Lernmen hinausgehen. Sie sind aber nicht von geringerem Belang. „Verhaltensregeln“, unterstreicht Rita Süssmuth, „sind wichtig für unsere Gesellschaft, sonst klappt gar nichts mehr.“

BuddY gibt es seit 1998; seit fünf Jahren ist die Gemeinschaftsgrundschule Richardstraße dabei. Finanziert wird das Projekt über die Vodafone Stiftung, seit dreieinhalb Jahren auch von Deutschland rundet auf.
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