Das "Pferd von Heerdt" geht in Rente

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Nimmt nun nach nahezu 43 Dienstjahren Abschied: Bezirksbeamter Franz Anton Panek, der während seiner Zeit als Polizist stets in Kontakt zu den Heerdter Bürgern, seiner „Familie“ war. Foto: Stefanie Siegel
 
Verkehrserziehung, Schulwegbegehung und Fahrradprüfung: Besonders die Arbeit mit Kindern hat Polizeikommissar Franz Panek stets große Freude bereitet. Foto: Stefanie Siegel
Streifendienst in Kaiserswerth, Verkehrsdienst, Objektschutzwache und Eskortengestellung im gesamten Stadtgebiet sowie viele Jahre als Bezirksbeamter im Düsseldorfer Stadtteil Heerdt – nach annähernd 43 Dienstjahren verabschiedet sich der Bezirksbeamte Franz Panek in den wohlverdienten Ruhestand.

Noch im März dieses Jahres wird Franz Panek 62 Jahre alt. Und auch, wenn man es ihm nicht ansieht – nahezu 43 Dienstjahre bei der Düsseldorfer Polizei liegen nun hinter ihm. Und dabei war der berufliche Werdegang bei der Polizei ursprünglich gar nicht geplant: Nach einer Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker und Gesellenjahren in diesem Beruf, bewarb sich Panek auf Anraten eines Dorfpolizisten unter anderem auch bei der Polizei.
Was im Oktober 1972 nach dreijähriger Ausbildung schließlich mit einem ersten Streifendienst in Kaiserswerth seinen Anfang nahm, führte Panek über viele verschiedene Aufgaben und Stationen im Polizeidienst durch ganz Düsseldorf.
Nach seiner Dienstzeit im Norden wurde der zuletzt im Rang eines Polizeikommissars tätige Panek in den Verkehrsdienst versetzt. Dort machte er zunächst seinen Motorradführerschein und wirkte im Laufe seiner Karriere immer wieder bei der Eskortengestellung in der Landeshauptstadt mit. Bei dem Staatsbesuch Michail Sergejewitsch Gorbatschows, von März 1990 bis Dezember 1991 Staatspräsident der Sowjetunion, drückte er dabei sogar dessen Hand. Aber auch Schwerlast- und Personenkontrollen sowie Unfallprävention gehörten in dieser Zeit zu seinem beruflichen Spektrum.
Als im Jahr 1992 für Panek ein Wechsel in den gehobenen Dienst anstand, wechselte er gleichzeitig auch die Dienststelle und wurde Wachdienstführer der Objektschutzwache.Seine Aufgabe war, brisante Einrichtungen und Orte der Landeshauptstadt zu sichern und zu schützen. Sowohl Botschaften und Vertretungen, als auch Landtag und Örtlichkeiten, die als Versammlungsraum potentieller Straftäter infrage kommen, galt es in dieser Funktion zu kontrollieren und zu überwachen.

Stets als Repräsentant der Polizei unterwegs

Seine aber mit Sicherheit erfüllendste Funktion fand Panek, der in Aachen mit weiteren elf Geschwistern aufwuchs, als Bezirksbeamter im Stadtteil Heerdt. „In der Funktion des Bezirksbeamten ist man als Repräsentant der Polizei unterwegs“, erzählt Panek, „die Menschen des Stadtteils werden zu einem Teil der eigenen Familie.“ So sieht er seine Aufgaben breit gefächert, denn „der Kontakt zwischen Bürgern und Polizei muss so früh wie möglich auf vertrauensvoller Ebene geschehen.“
Dabei mag Panek ganz besonders den Kontakt zu den Heerdter Kindern, mit denen er schon im Kindergarten erste Verkehrserziehung unternimmt. Auch Einschulungsveranstaltungen, Schulwegbegehungen und die Radfahrprüfung mit Grundschülern bringen den Polizisten in engen Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern. „Gib mir fünf“ – viele Schüler begrüßen Panek auf dem Schulweg fast wie einen Freund.

Ein Wiehern als Startzeichen für Umzüge und Feste

Zu seinem Spitznamen „Pferd von Heerdt“ kommt Panek übrigens aufgrund seiner Geräuschimitationen. Täuschend echt kann er das Wiehern eines Pferdes nachahmen, kein Heerdter Sommerfest für Kinder kommt ohne das charmante Markenzeichen des Polizisten aus. Selbst der Schützenzug startet erst mit Ertönen des markanten Rufes des „Polizeipferds“.
Sichtlich bewegt nimmt er nun Abschied von seiner Dienststelle, von unzähligen nachhaltig prägenden, aber auch wunderschönen Erlebnissen in dieser Zeit. „Ganz besonders die Menschen im Stadtteil Heerdt werden mir sehr fehlen“, betont Franz Panek mit bebender Stimme.
Langweilig dürfte es ihm in seinem Ruhestand übrigens nicht werden: Die Lust auf handwerkliche Gestaltungen im Haus sowie Mitgliedschaften im Kegel- und Schützenverein halten den 62-Jährigen auf Trab. Und eine ganz besondere Leidenschaft besitzt er, seitdem er vier Jahre alt ist: Eisenbahnen. Dieses Hobby teilt er überdies mit seiner Frau, denn das Ehepaar begeistert sich sowohl für außergewöhnliche Reisen mit der Bahn als auch für Miniaturausgaben der Dampfrösser. Im Club der „LGB Freunde Rhein / Sieg“, einem Gartenbahnverein, realisieren sie Ausstellungen und Feste rund um Modellbahnen.
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