Düsseldorfer Bischofsstab für Kölner Weihbischof - Das Geschenk der Stadtkirche wurde von Bert Gerresheim gestaltet

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Weihbischof Rolf Steinhäuser mit seinem neuen Bischofsstab. (Foto: Beate Plenkers-Schneider)
„Dieser Bischofsstab ist unser Dank für deine segensreiche Tätigkeit in Düsseldorf und er soll dir zugleich als Erinnerung dienen an die Menschen, denen du hier begegnet bist.“ Mit diesen Worten überreichte Stadtdechant Monsignore Ulrich Hennes den neuen Bischofsstab an Weihbischof Rolf Steinhäuser. Der Bischofsstab war das Geschenk der Katholischen Stadtkirche zu seiner Bischofsweihe. Die Gestaltung hatte der bekannte Künstler Bert Gerresheim übernommen.

Monsignore Rolf Steinhäuser war von 1997 bis 2015 Stadtdechant in der Landeshauptstadt. Die Übergabe fand am 17. Dezember 2016 während eines Gottesdienstes in der Basilika St. Lambertus statt. In seiner ersten Predigt mit dem neuen Bischofsstab bedankte sich Weihbischof Rolf Steinhäuser beim Künstler und der Kölner Dombauhütte, die den oberen Teil, die Krümme, aus Bronze gegossen und mit Silber überzogen hatte. „Gibt es etwas Schöneres als vor Weihnachten schon ein solches Geschenk zu bekommen?“, fragte der Weihbischof lächelnd.

In seiner Ansprache stellte Steinhäuser die verwendeten Symbole vor. Der Anker entstamme dem Düsseldorfer Stadtwappen und zeige seine Verbundenheit mit der Landeshauptstadt. Die älteste Darstellung dieses Wappens befinde sich in der Kirche St. Lambertus. Das Christusmonogramm des Bischofsstabes beziehe sich auf das Christusbanner in der Jugendbildungsstätte Haus Altenberg, die Steinhäuser als Rektor geleitet hatte.

Auf der Krümme stehen die drei lateinischen Wörter „Christo aperite portas“ („Öffnet die Türen für Christus“). Es handelt sich hierbei um den Wahlspruch von Weihbischof Steinhäuser, der auch das Motto der von ihm initiierten „Missionale Düsseldorf 2009“ war. In seiner Predigt bezog Steinhäuser den Satz auf die Adventszeit und rief den Gläubigen zu: „Öffnen wir jetzt Christus die Türen unseres Herzens.“

Nach dem Gottesdienst fand im Lambertushaus ein Empfang statt. Der Künstler Bert Gerresheim, der in St. Lambertus getauft wurde, erläuterte dort ein weiteres Motiv seines Entwurfs für den Bischofsstab. Der Abschluss der Krümme sei ein umlaufendes Zierband mit der Mauer des himmlischen Jerusalems und seinen zwölf geöffneten Stadttoren. „Wir öffnen Christus die Türen, so wie er uns die Tore der himmlischen Stadt offenhält“, sagte Gerresheim.

Stephan Zöller
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