"Ein buntes, gemeinsames Fest aller Bürger aus Gerresheim"

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Peter Altschul leitet die Jungendfreizeiteinrichtung Heyebad. (Foto: Siegel)

Interview mit Peter Altschul, Leiter des Jugendzentrums Heyebad, im Vorfeld des zum Deutsch-Italienischen Nachbarschaftsfestes am 19. September in Gerresheim.

Was sind die Besonderheiten von Gerresheim-Süd und was macht die Jugendarbeit hier aus?

Gerresheim-Süd ist, geprägt durch die Glashütte Gerresheim, ein traditioneller Arbeiterstadtteil. Es finden sich viele italienische Mitbürger, mittlerweile in zweiter und dritter Generation.

Nach der Schließung der Glashütte vor einigen Jahren entstanden im Stadtteil zunehmend Probleme durch eine hohe Arbeitslosigkeit. Entsprechend wichtig ist eine Jugendfreizeiteinrichtung wie das Heyebad, das seit 1982 als städtische Einrichtung und zuvor als Badeanstalt ein fester und zuverlässiger Bestandteil im Viertel ist. Die städtische Jugendarbeit bietet Familien und ihren Kindern Unterstützung in Freizeit und Alltag. Der offene Kinder- und Jugendbereich, eine kostenlose Hausaufgabenhilfe, Düsselferien und Ferienfahrten sorgen für Unterstützung im Tagesablauf der Kinder und sorgen für Abwechslung.

Die Elternarbeit, beispielsweise durch Unterstützung bei Amtsgängen und dem Schriftverkehr mit diversen Institutionen und beratende Gespräche, hilft, den Familien ihren Alltag zu erleichtern und ihnen Sicherheit zu verleihen. Kooperationen mit der Ferdinand-Heye-Grundschule, mit anderen Jugendfreizeiteinrichtungen, mit dem Sportverein TUS Gerresheim und ein Spielangebot für die Kinder des Asylbewerberheims an der Heyestraße, sorgen zusätzlich dafür, dass das Know-how der städtischen Mitarbeiter auch über die Grenzen des Heyebads angewendet werden kann.

Welche Rolle spielt ein Verein wie „Wir! GHS“ für den Stadtteil?

Der Verein „Wir! GHS“ spielt, ebenso wie das Heyebad und gerade auch in der gemeinsamen Kooperation beider, eine sehr wichtige Rolle für den Stadtteil. Durch seinen schnellen und unbürokratischen Einsatz kann an vielen Stellen schnell geholfen werden. So unterstützt er Familien bei ihrem Eigenanteil für Ferienfahrten für Kinder und Jugendliche und sorgt so dafür, dass finanziell schwächer gestellte nicht benachteiligt werden und an den gleichen Unternehmungen wie zum Beispiel auch ihre Freunde teilnehmen können. Außerdem sind die Mitglieder des Vereins immer vor Ort, halten die Augen offen und können so gegebenenfalls auf Missstände aufmerksam machen. Die Nähe eines solchen Vereins zu den Bürgern im Stadtteil ist also ein wichtiges Kriterium.

Was wünschen beziehungsweise erhoffen Sie sich für das Deutsch-Italienische-Freundschaftsfest?

Ich wünsche mir ein buntes, gemeinsames und erfolgreiches Fest aller Bürger aus Gerresheim. Daraus resultiert hoffentlich auch wieder ein regelmäßiges Stattfinden in den folgenden Jahren. Denn das Fest ist eine große Chance für alle Bürger unterschiedlicher Kulturen sich frei von Vorurteilen kennenzulernen und auszutauschen.
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