Ein Lob für Loop: Erste Wohngemeinschaft für Flüchtlingskinder in Düsseldorf eröffnet

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Großes Lob erhielt Loop von Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Der Nachmittag an dem Dirk Richter, Geschäftsführer der gemeinnützigen LOOP Kinder und Jugendhilfe die erste Wohngemeinschaft für Flüchtlingskinder in Düsseldorf eröffnete, war kalt, grau und regnerisch. Ganz im Kontrast zu der trüben Witterung draußen herrschte eine fröhliche und optimistische Stimmung in dem alten, liebevoll renovierten Haus in Stadtnähe, in dem nun geflüchtete unbegleitete Jugendlichen ein Zuhause gefunden haben.

Und dass selbst der Oberbürgermeister an diesem Tag den Weg über die Kappesfelder auf sich genommen hatte, um das Haus zu besichtigen, freute alle Beteiligten ganz besonders. Dr. Vera Geisel, die Frau des Oberbürgermeisters ist Schirmherrin der LOOP Kinder- und Jugendhilfe, die aktuell über 250 Kinder und Familien in schwierigen Situationen betreut. Dazu gehören auch minderjährige Flüchtlinge, die ganz alleine ohne ihre Familien nach Deutschland eingereist sind.

Schwere Schicksale


In seiner Eröffnungsrede gab Dirk Richter einen kleinen Einblick in das schwere Schicksal dieser Kinder. Im vergangenen Jahr kamen so viele unbegleitete junge Flüchtlinge nach Deutschland wie nie zuvor. Die Jugendlichen haben lange, meist schlimme Reisen hinter sich und sie haben Dinge erlebt, die traumatisierend auf sie wirken. Diese Jugendlichen benötigen eine besonders intensive und behutsame Betreuung.


Sicheres Zuhause für Jugendliche


Zwei völlig heruntergekommene Wohnhäuser hat LOOP von der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf zur Verfügung gestellt bekommen und neu renoviert. Nun dienen die neu hergerichteten Häuser, die LOOP für einen Zeitraum von 50 Jahren gepachtet hat, als neues, sicheres Zuhause für 6 Jugendliche aus Syrien und Afghanistan. Ein Betreuerteam kümmert sich um die jungen Männer, begleitet sie bei Behördengängen und hilft ihnen, in Düsseldorf Fuß zu fassen. Die Jugendlichen lernen Deutsch, besuchen die Schule und hoffen auf eine Zukunft hier in Deutschland. Oberbürgermeister Thomas Geisel lobte in seiner Ansprache die wichtige Arbeit von LOOP und freute sich, dass er auch mal seine Frau bei einem Termin vertreten durfte, denn eigentlich war die Schirmherrin an diesem Nachmittag gefragt. Der OB betonte, wie unterstützungswürdig die Arbeit von Einrichtungen und Organisationen wie LOOP sei, die sich besonders um allein gelassene, vernachlässigte und traumatisierte Kinder und Jugendliche kümmern. „Seit meine Frau Schirmherrin ist, liegen bei uns Stapel der LOOP-Flyer herum, die wir bei jeder Gelegenheit verteilen“, versicherte er. Am Ende rappten vier Jugendliche auf Farsi für die Besucher. „Sport und Musik verbindet Menschen auch ohne Sprachkenntnisse“, konstatierte der Oberbürgermeister und wippte zu den Songtexten, die er nicht verstand.

Text: Tina Adomako
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