Eine baumstarke Freundschaft zwischen Ost und West

Anzeige
Baumfreunde aus West und Ost. Von links: Andreas Vogt, Sabine Vogt und Egon Heller
Düsseldorf: Andreas Vogt | Bäume verbinden Menschen in Ost und West
25.10.2014

Über das Thema "alte Bäume" hatten sich Egon Heller (72) aus Wendishain/ Hartha (in Sachsen)und Andreas (50) und Sabine Vogt (47) bereits 2007 kennengelernt und sich gegenseitig besucht.

Dank dem Düsseldorfer Projekt "Himmelgeister Kastanie" lernten sich die Baumfreunde kennen. Seit 2007 hat die Himmelgeister Kastanie eine offizielle Postanschrift mit eigenem Briefkasten am Baum und täglicher Briefzustellung durch die Deutsche Post.

Das Ehepaar Vogt beantwortete alle bisher über 5.000 an die Kastanie eingegangenen Briefe und organisiert viele kreative Spenden - und Benefizaktionen.

"Eines Tages in 2007 erhielten wir einen Brief eines Bürgers aus Hartha, der uns den Baumreisenden Egon Heller vorstellte. Da unsere Liebe alten Bäumen gilt, nahmen wir Kontakt zu Egon auf", so Andreas Vogt aus Düsseldorf. "Egon und seine Ehefrau Gisela besuchten uns, wir besuchten das Ehepaar Heller in 2007".

Diese Freundschaft entwickelte sich und ist bis heute "Stark wie ein Baum".

Mittlerweile besuchte Egon Heller mit Ehefrau Gisela in den letzten acht Jahren alle 500 ältesten Bäume in Deutschland. Dabei fuhren beide kreuz und quer durch die Republik und absolvierten 51.865 Kilometer. So lernten beide neben ihrer Leidenschaft zu alten Bäumen Land und Leute kennen. So zum Beispiel zu den Baumfreunden in Düsseldorf. Über 3.000 Fotos von den 500 ältesten Bäumen Deutschlands knippste Egon Heller, ermittelte selbst mit einem Maßband den Stammumfang in 1 Meter Höhe und leitete diese Informationen an das Deutsche Baumarchiv weiter.

Eine Homepage hat sich Egon Heller unter www.baumreisender.de selbst gestaltet.

Düsseldorf verlor durch Pfingstorkan "Ela" in diesem Jahr über 30.000 Bäume, darunter viele alte Exemplare. Nun unterstützt der Freundeskreis der Himmelgeister Kastanie die Spendenaktion "Neue Bäume für Düsseldorf". Egon Heller ist davon beeindruckt.

"So hat jeder von uns seine spezielle Aufgabe rund um die alten Bäume", freut sich Andreas Vogt und seine Ehefrau Sabine über diese spezielle (Baum) Freundschaft zwischen Ost und West.
"Und wir haben uns viel zu erzählen und viel voneinander gelernt. Wir lernten wunderschöne Gegenden im Bundesland Sachsen kennen - und schätzen dank den Hellers".

Jetzt besuchte das Ehepaar Vogt für einige Tage das Ehepaar Heller in Hartha/Wendishain.

Egon Heller ist bereits emsig mit einem neuen Projekt beschäftigt. Im nächsten Jahr möchte er mit seiner Frau die ältesten Bäume Österreichs besuchen.

Ob er da noch Zeit hat für einen Besuch in Düsseldorf?

Zeit genug und ausreichend Pläne hat der Wendishainer eigentlich.

Schließlich ist er seit einigen Jahren Rentner.

"Davon kann ich nur träumen", schmunzelt Vogt.

"Aber irgendwann im Rentenalter könnte ich mir ebenfalls die Besuche aller ältesten Bäume Deutschlands auf den Spuren von Egon Heller vorstellen.
Bäume verbinden eben. Egal, ob in Ost oder West."
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.