„Es war eine spannende, aufregende Zeit“

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Heerdt. Auf seinen Berufswunsch, Pfarrer zu werden, brachte ihn der damalige Geistliche seiner Heimatgemeinde in Neuss-Gnadental. Bereits im Kindergottesdienst wurde Jörg Jerzembeck-Kuhlmann zur Mitarbeit motiviert, der positiv erlebte Religionsunterricht in der Schule bestärkte schließlich seine Berufsfindung. Seit seiner Vikariatszeit 1988 ist er nun in der Evangelischen Kirchengemeinde Heerdt tätig, im Mai 1990 wurde Jerzembeck-Kuhlmann durch den damaligen Superintendenten Erich Karallus im Paul-Gerhardt-Haus, Heerdter Landstraße 30, ordiniert.
Seit gut einem Vierteljahrhundert ist er nun der Heerdter evangelischen Kirchengemeinde verbunden und hat das Gemeindeleben entscheidend geprägt. „Es war für mich eine schöne Aufgabe, gemeinsam mit meiner Frau die Gemeindearbeit übernehmen zu dürfen“, erzählt Jerzembek-Kuhlmann rückblickend. Er erinnert sich gerne an die Liturgischen Nächte zu verschiedenen Themen, die Kinderkirche und die Projekte der offenen Kirche. Und auch der Umbau des Paul-Gerhardt-Hauses 2008 war in seiner Heerdter Zeit prägend: „Es ist ein wunderbarer Ort, an dem viele schöne Sachen passieren. Die Heerdter Gemeinde erlebe ich als tolerant und offen. Sie versteht es, Traditionelles und Neues gut miteinander zu verbinden. Und vor allem: Hier kann man auch mal Ungewöhnliches ausprobieren“, sagt der Pfarrer.

Neue Orientierung notwendig

Auch in einer derzeit für die Kirche eher kritischen Zeit aufgrund schwindener Mitglieder und Kirchgänger ist Jerzembek-Kuhlmann zuversichtlich: „Es ist eine neue Orientierung notwendig. Wir machen sowohl niedrigschwellige Angebote wie Kirchencafés, als auch Kunst- und Kulturangebote auch für Menschen, die eigentlich nicht in die Kirche gehen, und unabhängig ihrer Konfession möglich.“
„Bei den Kunstprojekten im Paul-Gerhardt-Haus geht es immer auch um die großen Lebensfragen in den biblischen Texten. Und die bleiben aktuell“, sagt Jerzembeck-Kuhlmann. Neben der engen Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte – Kerzembeck liest und spricht dort mit den Kindern kindgerecht über religiöse Themen – liegt ihm auch die Partnerschaftsarbeit und die Ökumene am Herzen. Seit 1978 pflegt der Evangelische Kirchenkreis Düsseldorf eine Partnerschaft mit der anglikanischen Diözese Shyogwe in Ruanda. Die Partnerschaftsarbeit unterstützt die afrikanische Gemeinde mit Spenden für verschiedene Hilfsprojekte und durch Begegnungsreisen.
In einem Gottestdienst am Sonntag, 31 Mai, feiert Pfarrer Jörg Jerzembek-Kuhlmann sein 25-jähriges Ordinatsjubiläum.
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