Experten helfen bei Rückenschmerzen - VKKD und Rhein-Bote-Gesundheitsforum sehr gut besucht

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Die Referenten waren Dr. Rolf Gebing, Dr. Ulrich Beuser, Dr. Jörg Herdmann, Dr. Angelika Hübner und Dr. Christoph Schnurr (v.l.). Foto: Lammert

Wenn der Rücken schmerzt, gibt es viele Wege zur Linderung. Deshalb arbeiten im Zentrum für muskuloskelettale Medizin des St. Vinzenz-Krankenhauses Experten verschiedener Fachrichtungen zusammen, um den Patienten passende Therapien anzubieten. Dabei wird die Operation erst ins Auge gefasst, wenn alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.



Die Experten des Zentrums standen jetzt zusammen mit ihrem Ärztlichen Direktor, Dr. Rolf Gebing, beim Gesundheitsforum des Verbunds Katholischer Kliniken Düsseldorf (VKKD) in Zusammenarbeit mit dem Rhein Boten vor mehr als 180 Gästen auf der Bühne des Maxhauses und beantworteten viele Fragen rund um Rückenprobleme.

Welche unterschiedlichen Formen von Rückenschmerz gibt es?
Dr. Angelika Hübner, Oberärztin der Klinik Wirbelsäule & Schmerz, unterscheidet zwischen unspezifischen und spezifischen Rückenschmerzen. Unspezifisch bedeutet, dass sich keine eindeutige Ursache finden lässt, die gezielt behandelt werden kann. Bei den so genannten spezifischen Schmerzen ist die Ursache hingegen bekannt und eine gezielte Therapie kann zum Einsatz kommen. Beispiele hierfür sind ein Bandscheibenvorfall, ein enger Wirbelkanal oder ein Wirbelgleiten. Die Spezialisten nehmen Röntgen- oder MRT-Bilder genau unter die Lupe, um die richtige Diagnose zu stellen und eine geeignete Therapie auszuwählen.

Warum kann die Ursache auch in der Hüfte liegen?
Ist das Hüftgelenk verschlissen (man spricht von einer Coxarthrose), kann der Schmerz, laut Privatdozent Dr. Christoph Schnurr, bis in den Rücken und in die Beine ausstrahlen. Der Chefarzt der Klinik für Orthopädie erläutert: „Mit einer Test-Betäubung finden wir heraus, ob die Hüfte die Quelle der Pein ist. Die Implantation einer Hüftprothese durch erfahrene Operateure kann die Lösung des Problems sein – und viele Patienten stehen schon am ersten Tag nach dem Eingriff wieder auf.“

Wie lassen sich die Probleme vermeiden?
Mangelnde Bewegung und die falsche Körperhaltung bei der Arbeit gehören für Dr. Ulrich Beuser zu den häufigsten Gründen für Rückenschmerzen, die man durch ausgleichende Aktivitäten vermeiden kann. Der Oberarzt für präventive muskuloskelettale Medizin ist verantwortlich für die Abteilung für Physikalische Medizin und empfiehlt zum Beispiel Schwimmen oder eine Rückenschule – alles mit dem Ziel eines selbstverantwortlichen, rückengerechten und gesundheitsbewussten Lebensstils.

Was erwartet Patienten bei einer Operation?
„Wir nutzen heute bei mehr als der Hälfte der Eingriffe moderne mikrochirurgische Techniken wie etwa das OP-Mikroskop“, sagt Privatdozent Dr. Jörg Herdmann, Chefarzt der Klinik Wirbelsäule & Schmerz im St. Vinzenz-Krankenhaus. Vielfach werde die Rückenmuskulatur nur punktuell aufgedehnt, um einen Zugang zu einem Bandscheibenvorfall zu finden und diesen mithilfe eines kleinen Schnittes zu entfernen. Die meisten Patienten können nach seinen Worten noch am Operationstag aufstehen und sich bewegen.
Mehr Informationen gibt es unter www.vkkd-kliniken.de.

Natascha Plankermann
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 24.03.2017 | 18:42  
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