Fräulein Kurvig aus Düsseldorf

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Foto: www.fraeulein-kurvig.com
Düsseldorf: Düsseldorf |

Geträumt davon, ein Model zu werden, hat sie nie. „Ich hatte schließlich nicht die Figur dazu“, sagt Laura Goymann. Im August hat die 31-Jährige dann aber den Laufsteg erobert, als sie die Wahl zum Fräulein Kurvig gewann. Jetzt heißt es für sie: „So viele Jobs wie möglich machen.“

Auf die Bühne gezogen hat es sie schon immer. Als Kind tanzte sie Ballett, in Teenagerjahren zog es sie zum Cheerleading. Sie tanzte bei Rhein Fire und später bei Basketballspielen der Düsseldorf Magics. „Dort habe ich die Gruppe gecoacht und die Choreographien entwickelt“, erzählt Laura Goymann. „Das habe ich geliebt“, sagt die Frau, die seit sie zwei Jahre alt ist, in Düsseldorf wohnt.
Trotz der Liebe zum Tanz und der Bühne: Nach der Schule begann sie zu studieren. 2011 bewarb sie sich „just for fun“ bei einer Aktion einer großen Frauenzeitschrift. Sie lief Fashion Shows, hatte ein Wäsche-Shooting. Für sie kein Problem. „So etwas soll ja am Ende gut aussehen. Ich hatte Vertrauen in die Fotografen“, sagt sie.

"Einfach beworben"


Im Herbst 2014 entdeckte sie die Ausschreibung zur Wahl des Fräulein Kurvig. Sofort fühlte sie sich angesprochen. „Ich habe mich ganz einfach über das Internet beworben“, erzählt sie. Wie 1200 Frauen auch.
Genau 50 von ihnen wurden zum Casting geladen - für Laura Goymann praktischerweise in Düsseldorf. Sie lief mit hohen Schuhe über den Catwalk („Das liebe ich.“) und zeigte ihr Talent. „Ich habe zu ,You‘re so beautiful‘ getanzt. Das war so passend“, sagt sie. Schönheit gebe es doch in jeder Kleidergröße. Sie kam weiter.
Beim Finale wurden dann richtige Choreographien einstudiert, und Modeschauen gelaufen. Sie gewann. „Jetzt habe ich ein Krönchen. Ein Kleinmädchen-Traum wurde wahr“, sagt sie und lacht dabei.
Ihr Preis: Ein Model-Vertrag bei der Agentur Mos, die sich auf Plussize Models spezialisiert hat. Das war im August. „Für den ersten Job im November bin ich schon gebucht“, sagt Goymann. Im Januar geht es zur Fashion Week nach Berlin.
„Ich kann jeder Frau nur ans Herz legen, sich dort zu bewerben“, sagt sie heute. Es sei eine tolle Erfahrung gewesen. Auch ihre Zimmernachbarin, die nicht auf dem Siegertreppchen gestanden habe, schwärme noch davon.
„Ihr hat das unglaubliches Selbstvertrauen gegeben“, so Goymann. Sie mag vor allen Dingen die dort vermittelte Philosophie: „Lass jeden so sein, wie er ist.“ Das werde einem mitgegeben. Das Zulassen von einem bisschen mehr Vielfalt in der Gesellschaft, das findet Goymann gut.

Freizeit ist knapp



Und sonst? Sonst lebt sie ihr normales Leben weiter. Ihr Studium der Anglistik hat sie abgeschlossen. Und arbeitet in einer Rechtsanwaltskanzlei. „Ich habe eine ganz tolle Chefin“, sagt sie. Es sei kein Problem, dass sie zwischendurch für ihre Modeltätigkeit einen Urlaubstag bekomme.
Ihre Freizeit hingegen ist knapp. Wenn mal Zeit ist, steht das Tanzen weit vorne. „Früher war ich oft im Checkers, jetzt gehe ich mal in die Rudas Studios oder die Nachtresidenz tanzen“, sagt sie. Außerdem besuche sie noch einen Zumba-Kurs bei ihr um die Ecke.
Zu ihren derzeitigen Leben sagt sie: „Es ist ein Traum, den man leben kann, von dem man nicht wusste, dass es ein Traum ist.“
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