Für guten Zweck - Professor trennt sich von Stück NRW-Heimat

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Links: Professor. Dr. Meyer Falcke und Dresdens Kult-Bäcker Rüdiger Zopp - Stollen und Briefkastenübergabe
 
Übergabe vor dem Union-Jack
Düsseldorf: Andreas Vogt | Düsseldorf,07.07.2016

Wenn das alles die Queen wüßte:


Viele Jahre hat er auf dem Buckel, bzw. Kasten.

Sympathisch, majestätisch und standhaft sieht er aus.

Ein Pfundskerl, über 100 Kilo schwer mit Gardemaß.

Knallrot mit dem königlichen Wappen des United Kingdom.

Während der englischen Besatzungszone nach dem 2. Weltkrieg kam er über Umwege über den Ärmelkanal von England nach Düsseldorf.
Vielleicht war gerade die Gründung Nordrhein Westfalens im Juli 1946 in London der Auslöser für seine Reise nach Deutschland?

Irgendein wichtiger Engländer mit besonderen Befugnissen war für den schweren, schwierigen Transport nach Düsseldorf zuständig und hatte diesen angeordnet.

Während die Briten die geheimen Vorbereitungen für die Gründung Nordrhein Westfalens unter dem Kennwort "Operation Marriage" (Unternehmen Hochzeit) organisierten, machte sich das britische Schwergewicht auf den Weg in das noch zerstörte Deutschland nach Düsseldorf.

Dort war die Rhine-Army stationiert und um etwas Heimatgefühl zu schaffen, wurden neben den Soldaten auch für England typische Gegenstände nach Düsseldorf gebracht, wie beispielsweise die rote Telefonzelle, Straßenschilder und: ein Original englischer Briefkasten.

So stand zu dieser Zeit dieser königliche rote Briefkasten über viele Jahre irgendwo in der Golzheimer Siedlung und vermittelte den dort lebenden englischen Familien etwas Heimatgefühl.

Die hier stationierten Soldaten und deren Familien wurden in Düsseldorf als Beschützer und Freunde empfunden.

Als Queen Elisabeth II erstmalig im Jahr 1965 Düsseldorf besuchte, hatte sie ihn vielleicht bei ihrer Fahrt zum Benrather Schloß mit dem 600er Daimler erblickt, den roten Briefkasten aus ihrer Heimat.

70 Jahre nach der Gründung Nordrhein Westfalens durch die Briten, ist der englische Briefkasten wieder aufgetaucht und es entsteht eine zweite Hochzeit (Operation Marriage reloaded).

Diesmal in Form einer "Marriage" zwischen zwei Landeshauptstädten zwischen Düsseldorf und Dresden. Übrigens: Düsseldorf und Dresden sind die einzigen WHO-Healthy-Cities in ganz Deutschland! Gesundheit verbindet!

Über viele Umwege war der königliche Briefkasten in den Besitz von Düsseldorfs Beigeordneten Prof. Dr. Meyer-Falcke gelangt.

Dresdens Kultbäcker Rüdiger Zopp (Dresdener Mühlenbäckerei) macht aus seiner großen Leidenschaft zum britischen Königshaus keinen Hehl.

In seiner Not kreierte Zopp während des schlimmen Elbe-Hochwassers und der Evakuierung seiner Bäckerei einen Dresdener Stollen mit schottischem Malt-Whisky.

Diesen schickte er sogar der Queen und erhielt postwendend im März 2016 ein Dankschreiben aus dem Buckingham Palast. Mit seinem englischen Taxi (Baujahr 1954) liefert er in Dresden den Stollen aus und bei besonderen Anlässen hiesst der die Union Jack Fahne vor der Bäckerei.

Auch Düsseldorfs Kultbäcker Josef Hinkel kennt Rüdiger Zopp aus Dresden und testete bereits seinen Whiskystollen mit sehr positivem Befund.

Über seinen Freund Andreas Vogt aus Düsseldorf erfuhr Zopp von dem Briefkasten in Düsseldorf und hakte so lange bei Professor Meyer-Falcke nach, bis er endlich nachgab, ihm den königlichen Briefkasten zu geben.

Gegen eine großzügige Spende an den Verein Werkstatt Lebenshunger e.V. erwarb Zopp seinen geliebten Briefkasten. Der Düsseldorfer Verein Werkstatt Lebenshunger setzt sich mit kreativ-künstlerischen Projekten für die Prävention von Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen ein. Frau Vera Geisel ist Schirmherrin des Vereins.

Am Donnerstag, dem 07. Juli 2016 um 11:00 Uhr war es dann soweit auf der Moskauer Straße.

Rüdiger Zopp reiste extra aus Dresden in Bäckereizunft mit seiner Frau Anke an und nahm den roten Briefkasten in Empfang in Professor Dr. Meyer-Falckes Büro.

Damit dem Herrn Professor der Abschied von seinem sehr liebgewordenen Stück Heimat nicht so schwerfällt, hatte Kultbäcker Zopp für alle Beteiligten seinen berühmten Whisky-Stollen dabei. Somit wurde dem Herrn Professor der Abschied versüsst. Dresdener Stollen im Sommer geht auch!

Eine etwas kuriose, schöne Art Marriage reloaded "Heirat" zwischen Dresden und Düsseldorf in Verbindung mit England und dem 70. Geburtstag NRW`s. Eine Art Exit für den königlichen Briefkasten von Düsseldorf nach Dresden. Von Brexit keine Rede.

Was dieser Briefkasten über all die Jahre erlebt und befördert hat, bleibt für immer ein Geheimnis - Postgeheimnis eben.

Aber dieses gute Stück hat schon immer Menschen verbunden und tut es heute noch wie bei diesem aktuellen Anlass.

Jetzt steht der Briefkasten bald in Rüdiger Zopps Verkaufsräumen in der ältesten Bäckerei Dresdens, der Dresdener Mühlenbäckerei auf der Bahnhofstrasse in Groß-Schachwitz.

Und sicherlich wird Professor Dr. Meyer-Falcke eines Tages die Bäckerei von Kultbäcker Rüdiger Zopp besuchen und beide backen zusammen Stollen.

Und vielleicht wird jetzt eines Tages genau in diesen Briefkasten der Brief zugestellt, den Rüdiger Zopp so sehnlichst erwartet: Eine Einladung aus dem Buckingham Palast zu einer Veranstaltung , Parade, etc. mit der Queen.

Große Freude: Eine exklusive Einladung von der Insel hat Zopp erhalten.

Zopp darf als einziger, exklusiver (Stollen) Bäcker Sachens/Dresdens bei einer Veranstaltung der GNTO (German National Tourist Office) in London im Oktober den führenden Reiseveranstaltern des United Kingdoms in einem noblem Hotel seinen berühmten Whisky-Stollen zum Tasting anbieten und über seine Produkte informieren. Das Ganze passiert im Rahmen der exklusiven Veranstaltung "East Side Stories".

Damit betritt Zopp erstmalig in seinem Leben die Insel, reist in seine geliebte Stadt London und kommt der Queen, sowie Buckingham Palast wieder einen Schritt näher.
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