Hallo, Pendler der S8: Meine Geduld hat einen Platz gefunden

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Liebe Pendler, die Ihr da die S 8 nehmt: Wie geht es Euch heute? Kam die Bahn pünktlich? Hattet Ihr einen Platz? Wie hat denn der Stehnachbar gerochen?

Ja, ich weiß. Ihr nickt alle mit dem Kopf. Ihr kennt das. Und wenn ich erzähle „Vorgestern ist sie zu spät gekommen“ und „Gestern ist die Bahn komplett ausgefallen“ kennt Ihr auch das. Auch Erlebnisse wie diese kann jeder Pendler der S8 zum Besten geben: Da ist die Frau im Rollstuhl – in Begleitung. Eine andere Frau ist neugierig und fragt: „Was machen Sie, wenn Sie alleine sind?“ Die Rollstuhlfahrerin zuckt die Schultern und sagt wie selbstverständlich: „Ja, gar nicht fahren. Geht nicht.“

Mit dem Hammer die Scheibe eingeschlagen


Und dann war da dieser Mann. Die Bahn ist zum Bersten voll. Er zwängt sich und zwei Frauen in Gerresheim noch mit hinein, lacht und sagt: „Ha, das passt noch.“ Noch nicht eine Minute später erzählt der selbe Mann: „Ist das eng. Ich habe Platzangst. Letztes Mal habe ich mit dem Hammer die Scheibe eingeschlagen.“ Ja, Geduld muss man hier haben. Ist aber schwer. Es ist zu eng, zu spät (um pünktlich zur Arbeit zu kommen) und zu warm. Der Mann redet zu viel, der daneben riecht nach zu viel Parfüm, der andere nach Essen. Und dann, ja dann, findet meine schwindende Geduld einen Platz. Die Toilette öffnet sich. Ist die groß. Und sauber. Und luftig. Wenn mich nächstes Mal jemand sucht...
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