Hilfe für Helfer in schweren Stunden

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Gemeinsame Unterstützer einer besonderen Arbeit (v. l.): Sanela Serifov (Stadtsparkasse), Monika Hofmeister (Hospizverein), Gabriele Sommer (THW), Ute Neuhaus (Bestattungen Neuhaus), Wolf Nonn (Max und Moritz Apotheke), Sylvia Pantel (MDB), Thomas Salg (Deutsche Bank) und Bettina Kutzscher (Hospizverein). (Foto: Siegel)

Mit einer Spende von 1.250 Euro unterstützt die Interessengemeinschaft „Wir in Rath (WIR) den Hospizverein Düsseldorf Nord. Der leistete bereits vor 21 Jahren Pionierarbeit in Sachen Hospizdienst.

Als der Verein gegründet wurde, steckte das Konzept noch in den Kinderschuhen: Im Herbst 1992 startete der Hospizverein Düsseldorf Nord als erster Hospizverein überhaupt in der NRW-Landeshauptstadt die Unterstützung von Sterbenden und ihren Angehörigen. Am 21. Oktober feiert er 21. Geburtstag und ist nun Teil einer breiten Bewegung in Düsseldorf mit drei stationären Hospizen und fünf ambulanten Diensten für Erwachsene und Kinder.

„Immer mehr Menschen wollen zu Hause sterben“, sagt Monika Hofmeister, Koordinatorin des Vereins, und fügt finzu: „Aus unserer ehrenamtlichen Bürgerbewegung ist ein professioneller Dienst geworden, der in Kooperation mit dem Palliativmediziner und dem palliativen Pflegedienst für die medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung Verantwortung trägt.“

Mittlerweile führen zwei hauptamtliche Fachkräfte gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Vereinsvorstand und mehr als 30 ehrenamtlichen Begleitern den ambulanten Hospizdienst. Wurden anfangs nur wenige Sterbende, ihre Angehörigen und Trauernde im Jahr begleitet, steigt die Zahl heute stetig an. Die Versorgung Schwerstkranker übernimmt der Verein in den Stadtteilen Düsseltal, Mörsenbroich, Rath, Unterrath, Derendorf , Golzheim, Lichtenbroich, Stockum, Flingern Nord und in Ober- und Niederkassel, Lörick und Heerdt.

Claus Frankenheim, Mit-Gründer und heutiger Vorstandsvorsitzender, verrät: „Es hat sich viel verändert in den vergangenen 20 Jahren. Unsere Hilfe ist zunehmend gefragt. Und seit 2002 ist der Einsatz eines ambulanten Hospizdienstes ein Angebot, das die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen. Das heißt, der Verein muss heute viele Standards erfüllen, damit die Leistungen von den Krankenkassen bezuschusst werden und folglich für die Schwerstkranken auch kostenlos sind.“

Umso mehr freuen sich die Mitarbeiter des Hospizvereins über Unterstützung, wie sie ihnen jetzt durch die Interessengemeinschaft „Wir in Rath“ zuteil wurde. 1.250 Euro aus dem Erlös ihres diesjährigen Sommerfestes überbrachten Vertreter der WIR dem Hospizverein in der vergangenen Woche. „Wir sind total glücklich“, sagt Monika Hofmeister und wünscht sich noch etwas anderes: „Wir haben den großen Wunsch, bei den Menschen bekannt zu werden. Sie sollen wissen, dass wir da sind. Sie sollen keine Scheu haben, uns anzusprechen, wenn sie uns brauchen.“

Kontakt: Hospizverein Düsseldorf Nord, Grafenberger Allee 249, Telefon: 615278, www.hospizverein-duesseldorf.de .
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