Infoabend zum Thema Impfen am 23. Januar

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Wann haben Sie sich das letzte Mal impfen lassen? Und wogegen? Das Thema Impfen ist aus öffentlichen Debatten und damit aus dem Bewusstsein vieler Deutscher weitgehend verschwunden – nur wenn Ärzte und Wissenschaftler mal wieder Alarm schlagen oder wenn über die zum Beispiel in Frankreich bestehende „Impfpflicht“ diskutiert wird, ändert sich das gelegentlich.

„Dabei sollte das Impfen nicht nur gegen die jahreszeitlich auftretende Grippe, sondern auch ,Kinderkrankheiten‘ wie Masern, Mumps oder Röteln zur normalen Gesundheitsvorsorge gehören“, sagt Dr. Carsten König, Hausarzt in Düsseldorf und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. Die KV Nordrhein bietet daher in Kooperation mit NRZ und Rhein-Boten am 23. Januar um 18 Uhr im Haus der Ärzteschaft einen weiteren Infoabend für Bürger rund ums Impfen an. Referentin ist die in Krefeld niedergelassene Hausärztin und Internistin Dr. Ulrike Haars.
„Impfungen dienen dem Schutz vor der Entstehung und der Vermeidung von Infektionskrankheiten und gehören zu den wirksamsten und sichersten präventiven Maßnahmen in der Medizin überhaupt“, sagt die Ärztin. Sie beklagt, dass es immer noch erhebliche Impflücken in allen Altersstufen und Regionen gibt, beispielsweise bei der Masernimpfung und der Impfung gegen HPV (Humane Papillomviren), der bisher einzigen Impfung gegen eine Krebserkrankung. Immer wieder muss sie ihre Patienten von der Bedeutung des kleinen „Pieks“ gegen gefährliche Krankheiten überzeugen. In Deutschland gibt es keine Impfpflicht, sondern nur die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko).
Dabei stellen Ärzte immer wieder fest, dass der größte Feind der Impfung ihr Erfolg ist. Wer nicht impft, kommt oft folgenlos davon, weil eben viele der Krankheiten selten geworden sind. Ihre schwerwiegenden Folgen sind fast vergessen. Aber nur durch einen umfassenden Impfschutz der Bevölkerung stellt man sicher, dass ungeimpfte Babys und Menschen, die nicht geimpft werden können, sich nicht mit der für sie besonders gefährlichen Krankheit anstecken. Mumps, Masern und Röteln könnten ausgerottet werden, wenn sich 95 Prozent der Bevölkerung dagegen impfen ließen. Die Keime, die diese Erkrankungen auslösen, sind hoch infektiös und finden die Ungeimpften in der Bevölkerung, wenn deren Anteil bei mehr als fünf Prozent liegt – und das ist in Deutschland, inzwischen Schlusslicht bei der Masernelimination in Europa, der Fall.
Auch das Thema Grippeschutz wird am 23. Januar zur Sprache kommen – jetzt kommt die zweite Welle, sodass der Zeitpunkt für die Grippeimpfung immer noch günstig ist. „Sich gegen Grippe impfen zu lassen, gehört vor allem für Risikogruppen, aber auch für jeden anderen gesundheitsbewussten Menschen zu den einfachsten Möglichkeiten einer effektiven Vorsorge gegen eine potenziell schwere Erkrankung – für sich und für alle anderen“, betont KVNO-Vize Dr. Carsten König.
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