Japanischer Vizekonsul zu Gast beim Rhein-Bote

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Der japanische Vizekonsul Ikuo Motohashi sprach mit Bernd ten Eicken, Objektleiter des Rhein-Boten, über Willkommenskultur, den Karneval und vieles mehr. Foto: Siegel

Wahrscheinlich war es der kürzeste Weg, den je ein Besucher zurücklegen musste, um den Rhein-Boten zu besuchen. „Da drüben“, sagt Ikuo Motohashi, japanischer Vizekonsul, habe er sein Büro und zeigt vom Konferenzraum des Rhein-Boten auf ein gegenüberliegendes Haus.

Seit August ist er in seiner Stellung in Düsseldorf, ist gleichzeitig noch Abteilungsleiter Kultur&PR, Politik des Japanischen Generalkonsulats. „Ich sammle Infos über politische Angelegenheiten in NRW“, benennt er eine seiner Aufgaben. Dazu zählt aktuell auch die Flüchtlingspolitik. „Die Japaner interessieren sich sehr für die deutsche Politik und dafür was in Europa passiert“, sagt Motohashi.

Im Frühsommer findet der Japan-Tag statt



Außerdem fördere er den Austausch zwischen Japan und Nordrhein-Westfalen. Dazu gehört beispielweise der jedes Jahr im Frühsommer stattfindende Japan-Tag, der gemeinsam vom Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Düsseldorf und der Japanischen Gemeinde organisiert wird. Erst vor wenigen Wochen hat zudem ein großes Go-Turnier stattgefunden. „Dafür stellt die japanische Regierung Geld zur Verfügung“, sagt Motohashi. Und im Oktober zeigte das Filmmuseum in Kooperation mit dem Generalkonsulat Düsseldorf und dem Japanischen Kulturinstitut Köln japanische Filme.
„Im Großraum Düsseldorf leben 8.000 Japaner“, weiß er zu berichten. Es ist die größte japanische Gemeinde in Deutschland, die drittgrößte europaweit.
Ob die Japaner deutsche Zeitungen lesen? „Die meisten sind nur zwei bis drei Jahre hier und sprechen in ihren Unternehmen englisch“, antwortet er. Informationen über Deutschland erhalten seine Landsleute aus einer monatlich erscheinenden Zeitschrift, die etwa in den japanischen Supermärkten rund um die Immermannstraße ausliegen.

Schon lange sind Japaner in Düsseldorf integriert



Er sei überrascht gewesen, wie viele Deutsche sich für die japanische Küche begeistern. Schon lange sind die Japaner im Düsseldorfer Leben integriert. „Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich einige japanische Firmen hier niedergelassen“, erinnert er daran, wie die Japaner nach NRW kamen. So erfreuen sich die Düsseldorfer seitdem diese Kultur hautnah erleben zu können, und die Japaner schätzen die Willkommenskultur, die ihnen entgegen gebracht wird.
Nach Japan kommt Ikuo Motohashi im Moment nicht allzu oft. Aber er mag den Rhein. „So große Flüsse haben wir nicht“, sagt er. Und das Altbier mag er auch. Karneval? Den kennt er noch nicht, sei aber ganz gespannt auf Februar.
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