Kleine Forscher ganz groß

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Die Experten der Offenen Ganztagsschule Volker Rosin
Schüler der Volker Rosin Schule erhielten Auszeichnung


Die Schüler tragen Schilder mit dem Vermerk „Experte“ auf der Brust. Dass sie gute Experten auf dem Gebiet der Naturwissenschaften sind, haben sie bewiesen. Deshalb sind diese kleinen Forscher der Offenen Ganztagsschule Volker Rosin in Düsseldorf-Vennhausen auch von der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" ausgezeichnet worden – als erste in Düsseldorf.
Das Projekt startete mit den Kitas. Hier sollten die Kinder in lockerer und spielerischer Form an die Naturwissenschaften herangeführt werden. “Wir wollen, dass die Kinder keinen Frontalunterricht bekommen, sondern sie sollen selber untereinander Experten werden“, meint Ulla Backes von der IHK und Netzwerkerin. Beabsichtigt ist, die Lust auf Naturwissenschaften zu wecken. „Es können ruhig Fehler gemacht werden“, sagt Backes, „nur daraus kann man lernen.“ Auch Cornelia Großer, die als Netzwerkkoordinatorin und Trainerin das “Haus der kleinen Forscher“ für die Diakonie leitet, sieht das so: „Wir arbeiten nach dem ko-konstruktiven pädagogischen Ansatz, was so viel heißt, dass nicht Erzieher und Lehrer, sondern die Kinder selbst die Experten sind.“ Der Lehrkörper ist nur Impulsgeber, alles andere machen die Kinder selbst. Nach diesem Prinzip fährt auch Angelika Frank, die als Erzieherin der Diakonie an der OGS arbeitet und der nächste Schritt nach der Kita ist. „Ich hatte nach der Fortbildung erhebliche Skepsis, ob das funktioniert“, gibt sie zu. So hat sie mit kleinen Experimenten begonnen, um die Kinder zunächst zu interessieren. „Eines unseren ersten Experimente war das alltägliche Händewaschen“, führt sie aus. Da waren die kleinen Experten aber erstaunt, wieviel Wasser sie so beim Händewaschen vergeuden. Dieses Thema ergab weitere und es entwickelten sich die Fragen, woher das Wasser kommt und wo es nach dem Verbrauch hingelangt. Wie wird Spülwasser zu Trinkwasser und wie kann man Wasservergeudung vermeiden? „Aus dem einen Thema, haben sich viele nachträglich entwickelt“, erzählt die OGS-Leiterin. Die Gruppe der kleinen Forscher kam schnell dazu, erfolgsorientiert zu arbeiten. Sie forschten über Körpersprache, befassten sich mit Interviews. „Hier hat sich gezeigt, wie direkt und kontaktfreudig die Kinder sind“, meint Frank. Auch die Tiersprache wurde ergründet und entschlüsselt.
Dass sich auf der Volker Rosin Schule alle Lehrer und Lehrerinnen von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ schulen ließen, hat sich schnell positiv entwickelt. Dadurch konnte sich der kindliche Forschergeist auch im Schulunterricht bestens entfalten. Ulla Backes erklärt, dass sich nach den Kitas der Diakonie auch die Offenen Ganztagsschulen angeschlossen haben, was eine weitere Basis für die Zusammenarbeit zwischen Betreuern, Erziehern und Pädagogen war. „Die Kooperation ist hervorragend, was ich lobenswert erwähnen muss“, führt Backes aus. Dies bestätigt auch Fachberaterin Cornelia Großer: „Das Miteinander an dieser Schule ist sehr gut abgestimmt.“ Diese Aufgeschlossenheit und das fruchtbare Miteinander haben dazu geführt, dass die Volker Rosin Grundschule als erste Grundschule zertifiziert wurde. „Ich habe mich sehr gefreut, die Schule auszeichnen zu können“, freut sich Ulla Backes und sie hofft, dass das Beispiel Schule macht.
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