Klinzing-Plakete für Ellen Schlepphorst

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Ellen Schlepphorst im Kreis von Mostertpöttches: Vize-Baas Michael Hermes (l.), Pressesprecher Manfred Castor (2.v.l.), Baas Winfried Ketzer (2.v.r.) und Heinz Hülshoff. Foto: Ingo Lammert
Jetzt ist es bekannt: Ellen Schlepphorst wird am 28. Oktober von den Mostertpöttches die Klinzing Plakette verliehen. Nach Lore Lorentz (1986), Ute-Henriette Ohoven (1994), Marie-Luise Smeets (1998) und Monika Voss (2009) wird sie die fünfte Frau von den dann insgesamt 53 Plaketteninhabern.
Seit 21 Jahren ist Ellen Schlepphorst Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft Rather Aaape, in der sie seit 44 Jahren Mitglied ist. Seit einigen Jahren ist sie zudem als Kinder- und Jugendbeauftragte im Vorstand des Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) tätig.
"Ich war recht baff", erinnert sich die 62-Jährige an ihre Reaktion, als sie vom Mostertpöttches-Vorstand gefragt wurde. Dieser hatte sie unter einem Vorwand in eine Gaststätte gelockt. "Das war eine tolle Überraschung", so Schlepphorst, die sich sehr geehrt fühle in den Kreis der Plakettenträger aufgenommen zu werden.
Zum Karneval gekommen ist sie durch ihren Onkel. Und, so erzählt sie am Rande, sei sie am 11.11. getauft worden, in den "Städtischen Krankenanstalten", wo sie sieben Tage zuvor das Licht der Welt erblickt hatte.
Ihren Einsatz für den Nachwuchs wissen die Mostertpöttches sehr zu schätzen. "Wir selbst sind ja selbst nicht mehr ganz so ein großer Kreis", sagt Baas Winfried Ketzer. Den potentiellen Nachwuchs ziehe es oft eher in die Comedy-Szene. "Es passiert einiges in den Vereinen", so Schlepphorst über ihre Arbeit beim CC. Viele Vereine hätten inzwischen eigene Kindergarden und "Pänz en de Bütt" läuft seit einigen Jahren mit Erfolg. Ihre eigenen Kinder, inzwischen erwachsen, sind im Karneval nicht aktiv. "Sie feiern gerne Karneval und sind auch stolz darauf, was ich mache", sagt Ellen Schlepphorst. Neben der Nachwuchsförderung hat sie noch ein weiteres wichtiges Anliegen: dass Vereine, in denen Frauen kein aktives Mitglied sein dürfen, sich mehr öffnen. "Natürlich dürfen Frauen an der Seite ihres Mannes an den Veranstaltungen der Vereine teilnehmen. Aber nur dabei sein und nicht mitgestalten, ist doch langweilig."
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