"Lernlinge" im Fokus: Drogeriemarktkette dm weiter auf Erfolgskurs

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Rolf Posch, dm-Gebietsleiter für Düsseldorf und Neuss, stellte beim Lokalkompass Düsseldorf die aktuellen Umsatzzahlen für die Landeshauptstadt vor. (Foto: Ingo Lammert)

Auch in diesem Jahr blickt die Drogeriemarktkette dm weiter positiv in die Zukunft: Im vergangenen Geschäftsjahr 2015/2016 konnte das Unternehmen in Deutschland erneut den Umsatz auf rund 7,5 Milliarden Euro steigern. Dieser ist somit 6,6 Prozent höher als im Vorjahr. Europaweit verzeichnet der Konzern einen Umsatz von 9,7 Milliarden Euro. Vor allem Naturkosmetik und Bio-Lebensmittel sorgen für ein Plus in der Kasse. Die rund 1.000 Artikel in diesem Bereich erzielen rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes.

Mit diesen Zahlen im Rücken setzt dm auch 2017 weiter auf Expansion und plant die Eröffnung weiterer 90 Märkte. Derzeit gehören 1.825 Filialen zum Drogerieriesen, der allein in Deutschland 38.890 Mitarbeiter beschäftigt. Allein 2016 kamen 81 Zweigstellen hinzu. In Düsseldorf betreibt das Unternehmen 20 Märkte.
„Natürlich bewerben wir uns auch um Filial-Pakete von Kaisers-Tengelmann“, bestätigt Christian Brodi, Geschäftsführer im dm-Ressort Logistik. Sollten sich Zweigstellen dabei gegenseitig Konkurrenz machen, würden die größeren Räumlichkeiten auch im Sinne der Kunden, bevorzugt, stellt Brodi klar.

Eine weitere Filiale in Düsseldorf wird eröffnet

In Düsseldorf kann das Unternehmen einen Umsatz von 103 Millionen Euro für sich verbuchen. Das entspricht einer Steigerung von 1,5 Prozent - ohne Expansionen. "Wir sind auf den bestehenden Flächen gewachsen", erklärt Rolf Posch, dm-Gebietsverantwortlicher für Düsseldorf und Neuss. "Für Umbauten wurden 1,36 Millionen Euro investiert, einige Märkte in Düsseldorf - etwa in Derendorf und am Carlsplatz - waren teilweise wochenlang geschlossen." Im nächsten Jahr werden die Investitionen in Düsseldorf sogar auf zwei Millionen Euro ausgedehnt. Des Weiteren soll eine weitere Filiale in Wersten auf der Kölner Landstraße, Ecke Mergelgasse, Ende 2017 eröffnet werden.

Rein vegane Lebensmittel im Sortiment

Die Kundenkontakte in der Landeshauptstadt konnten auf 9,9 Millionen Kontakte leicht gesteigert werden (Vorjahr: 9,8). Ob freies W-LAN, Trinkwasserspender, Geschenkpapier-Stationen, kostenlose Wickelmöglichkeiten oder individuelle Sticker für das Lieblingsprodukt: Kundenservice wird bei dm groß geschrieben. "Das Wohlfühl- und Einkaufserlebnis ist unser Aushängeschild", so Posch.
Das Unternehmen setzt vermehrt auf Markenvielfalt, vor allem in den Bereichen Kosmetik und Lebensmittel. Nach der Trennung von der Bio-Marke Alnatura kamen im Bio-Bereich neben der Eigenmarke dm-Bio, Produkte von Naturland und Davert ins Regal. Mit Veganz ist zusätzlich ein Anbieter mit rein veganen Lebensmitteln im Sortiment. „Damit reagieren wir auch auf die vermehrte Nachfrage der Kunden nach veganen Lebensmitteln und Kosmetikartikeln“, resümiert Brodi.

Deshalb nahm dm auch 400 Artikel der veganen Marke Nyx ins Sortiment auf. „Die Kundenresonanz war überwältigend. Innerhalb kurzer Zeit waren die Regale leer“, freut sich Rolf Posch. „Wir kommen mit den Nachlieferungen kaum hinterher“, bestätigt Christian Brodi.

Gutes Betriebsklima

Hohe Umsätze und zufriedene Kunden sind nicht zuletzt auch den Mitarbeitern zu verdanken, die in den Märkten ein gutes Betriebsklima widerspiegeln. Das spricht sich auch bei den Auszubildenden herum, die bei dm durch die Einbindung eines Theaterworkshops viel über sich und ihr Auftreten lernen können. „Ich bin immer wieder überrascht, wie positiv sich dieses Projekt auf die jungen Leute auswirkt“, gibt Christian Brodi zu. Sein Kollege Posch würde sich wünschen im nächsten Jahr für alle 20 Düsseldorfer Filialen Auszubildende einstellen zu können. Immerhin können diese nach erfolgreichem Abschluss auf eine Übernahme in Festanstellung hoffen. In Düsseldorf beschäftigt dm derzeit 388 Mitarbeiter und 43 "Lernlinge", wie sie bei dm genannt werden.

Filiale vor Ort bleibt Kerngeschäft

Der Verkauf im dm-Onlineshop wird laut Rolf Posch als Ergänzung zu den Filialen vor Ort gesehen. "Gerade großvolumige Artikel werden bestellt. Vor allem erreichen wir Kunden in ländlichen Gegenden", weiß Rolf Posch. Der Einkauf vor Ort sei jedoch nicht mit dem Internet-Shopping zu vergleichen, es fehle einfach an der Haptik. Rolf Posch: "Testen, riechen, anfassen - das Einkaufserlebnis entfällt einfach." Die Filiale vor Ort ist und bleibe das Kerngeschäft.

Text: Claudia Hötzendorfer und Kirstin Engelbracht
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