Eijentlich wollt ich die „Löcher-Betrachung“ in Mundart übersetzen. Abber dat war doch en bissken schwierijer als jedacht. Drum folcht et hier einfach auf „jut Deutsch“ :
Ein Loch ist ein Loch, ob im Käs’ oder Strumpf. Ein Garnichts – dies Loch - ist weder scharf noch stumpf.
In der Nadel für den Faden, an der Jacke für’n Knopf, im Reifen bringt es Schaden, genau wie ab und an im Kopf.
Im Plural sie Löcher heißen, werden linear fabriziert, um etwas flink zu reißen, dies nennt man perforiert.
Beim Golfen auf’m Gras - zielen die „VIP-Gesellen“ auf tiefe Löcher voll Spaß mit klitzekleinen Bällen.
Übersehen werden Löcher, die haufenweis’ rumschwirren, sie gibt’s noch und „nöcher“ und würden nur verwirren.
Dafür sei hier aufgeführt, was nun auftaucht noch- immerfort ganz ungeniert: das bekannte Sommerloch.
So, dat war et, obwohl et bestimmt noch ne jrosse Menge an Löcher jeben wird. In's „Sommerloch“ werde ich mich nun verkriechen. Dat soll nit heißen, dat ich nit mehr da bin, abber meine „Mission“ hier betracht ich einstweilen als erledicht. Wat mer öwer ons Düsseldorver Platt wisse well, kammer en janz vell Böker noläse.
Verkriech dich aber nicht zu sehr in deinem Sommerloch. Du sollst ja schließlich keine Nachhilfestunden in Düsseldorfer Platt geben, sondern einfach mit deinen Geschichtchen und Gedichten erfreuen! ;-)
Mein erster Beitrag dient zugleich als allgemeine Vorstellung eines Neulings.
Bereits 1994 bin ich als Mitglied bei den Düsseldorfer Mundartfreunden
eingetreten. Damals hatte der Verein schon sein "silbernes" Jubiläum. Und
dort wird nach wie vor mächtig dafür gesorgt, dass ons Platt nicht verloren geht.
Passend zu diesem Thema mein "Lebenslauf" op Platt:
Och ich ben jebore en Düsseldorf,
jenauer jesaht en...
Et kütt wie et kütt
Als widder es en Woch eröm,
dä November och schon halv öm,
do hät sech vell jedonn:
Dä Hoppeditz wohd opjeweckt,
ne janze Hope Krokusse en de Ähd jesteckt,
ömdat se bes Karneval opjonn.
Eijentlech hammer jo nix dojäje,
wenn de Sonn schingt on kinne Räje.
Äwer dat däht däm Rhing nit jot.
Dä hät dröm kräftich afjenomme,
kann bloß noch op 75 cm komme,
reicht jrad mol för en...
Vierteljährlich bringt der Verein seine Hefte mit
Titel "Mer spreche Platt" heraus.
Dem Geschäftsführer muss die Entdeckung meines
ersten Beitrags hier im "lokalkompass"/Rhein-Bote
so gut gefallen haben, dass er ihn in der ersten
Ausgabe dieses Jahres mit veröffentlichen ließ.
Hierüber habe ich mich dann wiederum sehr gefreut.
Schließlich haben diese Hefte eine Auflage von 4000
Exemplaren.
Die Ablichtung ist...