Lust auf Shopping - Im Gespräch mit Rainer Gallus vom Handelsverband

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Rainer Gallus, Geschäftsführer des Handelsverband Nordrhein-Westfalen.Foto: Siegel

Düsseldorf ist nicht nur als „längste Theke der Welt“ berühmt. Die Landeshauptstadt hat kulturell viel zu bieten. Und auch als Einkausstadt ist Düsseldorf breit aufgestellt. Wie ist es hier um den Einzelhandel bestellt? Ein Gespräch mit Rainer Gallus.

Rainer Gallus ist Geschäftsführer des Handelsverband Nordrhein-Westfalen. Mit dem Rhein-Boten unterhielt er sich über die Lage des Einzelhandels in Düsseldorf.

Rhein-Bote: Herr Gallus, wie sieht die Lage des Einzelhandels in Düsseldorf derzeit aus?
Rainer Gallus: „Mit Blick auf die Konjunktur, sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Konsum gut. Der Arbeitsmarkt ist in Düsseldorf sehr stabil, wir haben Reallöhnzuwächse zu verzeichnen, die Menschen gehen gerne einkaufen.
In den ersten sieben Monaten verbucht der Einzelhandel insgesamt ein leichtes Umsatzplus. Die Menschen geben derzeit besonders für den Lebensmitteleinkauf etwas mehr aus, wohingegen der Textil- und Schuhhandel unter dem schlechten Frühjahrswetter gelitten hat. Als wir endlich Sommerwetter hatten, war schon die Zeit für den Sommerschlussverkauf.
In Düsseldorf sehen wir nun mit besonderer Spannung der Eröffnung der Liebeskindbauten im Kö-Bogen entgegen, die sicherlich viele Menschen in die Shopping-Metropole Düsseldorf lockt.“

Welche Bedeutung besitzt der Standort Düsseldorf über die Stadtgrenzen hinaus?
„Viele Besucher kommen zum Einkaufen nach Düsseldorf, auch aus dem Ausland. Jeder vierte bis fünfte Euro, der hier umgesetzt wird, stammt nicht aus Düsseldorf. So lebt die Einkaufsmetropole auch von der Gesamtregion, ebenso steigert Düsseldorf die Attraktivität des Umlands.“

Wie ist der Einzelhandel in den einzelnen Stadtteilen aufgestellt? Wo steht er gefestigt da, wo gibt es Nachholbedarf?
„Wir haben in Düsseldorf das eine oder andere Szeneviertel. Gerade für kleine Geschäfte spielt die Miete eine wichtige Rolle, deshalb entstehen solche Szeneviertel in den Stadtteilen, zum Beispiel in der Ackerstraße in Flingern. Dieses Viertel hat den Ruf, nicht nur Mainstream zu bieten.
Wir haben zudem praktisch in jedem Stadtteil auch Händlergemeinschaften, die zeigen, dass das Einkaufen um die Ecke oftmals spannender ist, als mancher denkt – manchmal auch persönlicher oder gemütlicher. Zudem gibt es tolle Straßenfeste wie zuletzt auf der Nordstraße oder auf der Gumbertstraße.“

Wie bewerten Sie die Zukunft Düsseldorfs?
„Ich denke, Düsseldorf ist für die Zukunft gut aufgestellt, steht nicht still. Was geschieht in ein, zwei Jahren? Der Abschluss des Kö-Bogens und der Wehrhahnlinie stehen an.
Der Abriss des ‚Tausendfüßlers‘ hat beeindruckende Freiräume geschaffen. Mit Kö, Altstadt und einer verkehrsberuhigten Schadowstraße bietet Düsseldorf künftig kompakt rund um den Kö-Bogen ein herausragendes Shoppingangebot, zudem lockt das Grün des Hofgartens und der Rheinboulevard – die Innenstadt wird ein Einkaufserlebnis bieten, das in Deutschland seinesgleichen suchen dürfte.“
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