Neue Hilfe für den "Engel der Versehrten"

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Aktiv trotz Handicap: Wenzel Lux setzt sich auch im stolzen Alter von 94 Jahren immer noch unermüdlich für andere ein. (Foto: vos)

Obwohl selber auf Hilfe angewiesen, hilft der Gerresheimer Wenzel Lux anderen Kriegsopfern und Menschen mit Behinderung. Nach dem Tod seiner Frau hat er dafür nun neue Unterstützung.

Wer Wenzel Lux gegenübersitzt, der spürt, was positive Energie möglich macht: Der mittlerweile 94-Jährige trägt eine tiefschwarze Brille, seine beiden Arme sind bis zum Ellenbogen verstümmelt und ohne fremde Hilfe kann er kaum noch laufen. Doch er spricht nicht über seine Gebrechen, sondern über seine Freude, anderen beizustehen.

Seit 1947 engagiert sich Wenzel Lux, der selber schwer verwundet wurde, für die Kriegsopferversorgung. Als ausgewiesener Experte im Bereich des Sozialrechts hilft er bis heute Betroffenen bei der häufig komplizierten Bearbeitung von Anträgen.

Mit dem Tod seiner Frau Käthe im Herbst 2013 erlebte er auch in seinem Wirken eine Zäsur. Nachdem der Krieg Wenzel Lux Augenlicht und Hände genommen hatte, war sie es gewesen, die ihm half, sich zurecht zu finden und überall da anpackte, wo er es alleine nicht mehr konnte.

Käthe half Wenzel nicht nur die schweren Herausforderungen des täglichen Lebens zu meistern, sondern sie ermöglichte auch, dass ihr Mann trotz seiner eigenen Hilfebedürftigkeit viele Ehrenämter ausüben konnte, etwa für den Bund der Kriegsblinden, im nachbarschaftlichen Siedlerverein, den Schulpflegschaften oder dem Seniorenbeirat.

„Durch Käthe habe ich es geschafft, das Leben auch nach meiner schweren Verwundung wieder anzunehmen“, sagt Wenzel Lux und fügt hinzu: „Sie war für mich nicht nur Ehefrau und Mutter meiner Kinder, sondern auch die Vernetzung zu allem, was ich ehrenamtlich gemacht habe.“

Auch wenn der Verlust seiner Käthe nach 68 (!) gemeinsamen Jahren ihn immer noch schmerzt, macht der Gerresheimer unermüdlich weiter in seinem karitativen Engagement – auch, dank neuer Unterstützung: Zum einen hilft ihm die Bundestagsabgeordneten Sylvia Pantel, wo sie kann und schafft für ihn den wichtigen Kontakt zu höchsten Verwaltungsebenen. Zum anderen gibt es mit Pflegerin Angelika eine neue Frau an seiner Seite.

Die beiden heirateten in diesem Jahr und führen Wenzels Lebensaufgabe gemeinsam fort. „Mir macht es immer noch Spaß, andere Menschen zu unterstützen, sagt Wenzel Lux. Angelika fügt hinzu: „Anderen zu helfen ist für ihn eine Berufung. Und wir wünschen uns, dass wir noch lange aktiv helfen können.“ Und das wäre sicher auch ganz im Sinne von Käthe Lux…
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Paul Scharrenbroich aus Monheim am Rhein | 23.12.2014 | 13:47  
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