Neues Zuhause in Lohausen: SWD stellt Wohnung für Flüchtlingsfamilie zur Verfügung

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Übergabe der Wohnung an die Flüchtlingsfamilie Alkilani durch Jürgen Heddergott (SWD), Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (von rechts). (Foto: Stadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer)

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) hat in Lohausen eine Wohnung für eine Flüchtlingsfamilie zur Verfügung gestellt. In Kooperation mit dem Welcome Point in Lohausen hat die Jugendberufshilfe die Wohnung hergerichtet und möbliert. Inzwischen ist die aus Syrien geflohene alleinerziehende Mutter Maisaa Alkilani mit ihren vier Kindern Dali Youssef (11 Jahre), Joody Youssef (10 Jahre), Haya Youssef (8 Jahre) und Al Bandari Youssef (7 Jahre) dort eingezogen.

Stadtdirektor und Sozialdezernent Burkhard Hintzsche hat die Wohnung zusammen mit dem Vorsitzenden der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD), Jürgen Heddergott, dem Leiter des Welcome Points in Düsseldorf-Lohausen, Jürgen Gocht, der Flüchtlingsbeauftragten Miriam Koch und Peter Lorch vom Amt für soziale Sicherung und Integration nun symbolhaft übergeben und zugleich das Projekt der "Wohnungspaten" im Stadtbezirk 5 vorgestellt.

Fahrscheine aus privater Hand finanziert

Mit der Schließung der Flüchtlingsunterkunft an der Friedrich-Lau-Straße wurde Maissa Alkilani mit ihren vier schulpflichtigen Kindern in einer Unterkunft in Flingern untergebracht. Durch den Umzug der Familie wären eigentlich alle vier Kinder aus dem gewohnten Schulumfeld in Stockum herausgerissen worden. Lehrer sowie Eltern der Montessori-Grundschule am Farnweg haben jedoch gemeinsam mit der Schulleitung dafür gesorgt, dass die Kinder weiter vor Ort zur Schule gehen können, indem sie die notwendigen Rheinbahnfahrscheine aus privater Hand bezahlt haben. Zukünftig haben die Kinder von Maisaa Alkilani wieder einen kürzeren Schulweg und können ihre Freundschaften behalten. "Ich freue mich sehr für Familie Alkilani, dass sie diese Wohnung beziehen kann. Es ist toll, dass die Kinder hier sofort Anschluss gefunden haben und jetzt auch in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Nach all dem Leid, das die Familie durchleben musste, sind Konstanten besonders wichtig, um wieder Vertrauen fassen zu können", so Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. "Besonders bedanke ich mich bei der SWD für ihre Unterstützung, die wahrlich nicht selbstverständlich ist. Ich hoffe, dass weitere Wohnungsunternehmen ihrem Beispiel folgen."

Welcome Points leisten vorbildliche Arbeit

Bereits im Juni 2016 hat die SWD ihre Bereitschaft signalisiert, einen Teil der ihr zur Verfügung stehenden Wohnungen gleichmäßig und in einem geregelten Verfahren auf Bedürftige und Flüchtlinge in Düsseldorf zu verteilen. Im Stadtbezirk 5 besteht durch die vorbildliche Arbeit des dort angesiedelten Welcome Points die Möglichkeit, Wohnungssuchende und SWD zu vernetzen und den in regulärem Wohnraum untergebrachten Flüchtlingen Unterstützung in ihrem neuen und in der Regel unbekannten Umfeld anzubieten. Zu diesem Zweck wurde die Idee des Runden Tisches Angermund aufgegriffen und das Projekt einer "Wohnungspatenschaft", begleitet vom Welcome Point, initiiert.

Zunächst sollen jetzt leerstehende Wohnungen im Stadtbezirk auf Nutzbarkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft werden. In einem nächsten Schritt wird sich der Welcome Point mit den Flüchtlingshelfern im Bezirk 5 austauschen und eine Betreuung durch Wohnungspaten organisieren.

Flüchtlinge, deren Asylantrag anerkannt worden ist beziehungsweise die über einen gesicherten Aufenthaltsstatus verfügen, können sich selbst eine Wohnung suchen und müssen nicht länger in den zugewiesenen Unterkünften bleiben. Das ist in Düsseldorf bekanntlich schwierig. Deshalb wurde mit der Düsseldorfer Wohnungswirtschaft eine Kooperationsvereinbarung geschlossen: Düsseldorfer Wohnungsunternehmen wollen auch Flüchtlingen gezielt Wohnungen anbieten. Auch das Amt für Wohnungswesen hilft bei der Suche nach einer eigenen Wohnung: 2015 konnten 131 Wohnungen an einzelne Flüchtlinge beziehungsweise Flüchtlingsfamilien vermittelt werden, 2016 kamen 66 weitere dazu.
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 05.01.2017 | 06:11  
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