„Strand_Gut": Ein Theaterprojekt mit Flüchtlingen

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„Strand_Gut“ - Flüchtlinge „stranden“ in Deutschland oder sind schon länger hier „gestrandet“. Die Jugendlichen, die hier ankommen, zum Teil sogar ohne Familie, brauchen eine Anlaufstelle und Unterstützung. Diese Unterstützung finden sie beim Jugendmigrationsdienstes (JMD), der nicht nur Beratung bietet, sondern auch Projekte wie dieses: Strand_Gut 2.

Neun Monate bastelten 15 jugendliche Migranten an einem Theaterstück, in dem sie sich singend und tanzend mit Problemen wie Anfeindungen in der U-Bahn, Angst vor rassistisch motivierten Demonstrationen, Vorurteilen und der Identitätssuche auseinandersetzen. Was ist Freiheit? Was könnte ich ändern, wenn ich Bundeskanzler wäre? Was können wir gegen Rassismus und Ungerechtigkeit tun? Das sind zentrale Fragestellungen des Projektes, die auch bedingt sind durch die aktuelle politische Situation.
Dennoch ist das 45-minütige Stück keine Negativerzählung, sondern eine sehr lebendige Aneinanderreihung von Geschichten der Jugendlichen.
Aus elf verschiedenen Ländern, wie Ghana, Rumänien, Polen oder Serbien, kamen die zwischen 14- und 18-jährigen, die am Theaterprojekt „Strand_Gut“ teilnahmen.
Dies ist schon das zweite Projekt unter diesem Namen sowie unter der organisatorischen Leitung von Franziska Bucher und Elisabeth Slama. Bereits im September 2013 wurde es von ihnen ins Leben gerufen. Zunächst stand die Flucht nach Deutschland im Fokus, diesmal geht es vielmehr um Rassismus und Diskriminierung, das „Stranden“ steht auch für einen Neubeginn in anderen Dingen. Ziel ist es, die Kinder zusammenzubringen und ihnen zu helfen vielleicht tragische Ereignisse oder Ängste auszudrücken und zu verarbeiten. „Es geht auch nicht um die Leistung auf der Bühne, sondern um den Prozess der Jugendlichen und ihre Sicht der Dinge“, so Franziska Bucher, Sozialpädagogin des JMD.
„Strand_Gut" ist eine Kooperation der Jugendmigrationsdienst der Diakonie Düsseldorf zusammen mit dem zakk, der Albrecht-Dürer-Schule, dem Berufskolleg der Stadt Düsseldorf und dem Jugendinformationszentrum zeTT. Die künstlerische Leitung übernahmen Gizella Hartmann und Elyse Djedje, das Organisatorische Franziska Bucher und Elisabeth Slama.
Die Premiere war bereits am Donnerstag, 7. Mai. Weitere Aufführungen stehen noch nicht fest.

Jennifer Roggenkämper
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 14.05.2015 | 13:35  
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