Überragende Hilfsbereitschaft für Eleni

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Der Typisierungs-Tag für eine mögliche Stammzellentransplantation, die der kleinen, an Leukämie erkrankten Eleni das Leben retten könnte, war überaus gut besucht. Hunderte ließen sich in Urdenbach als Stammzellenspender registrieren.

Der Andrang war riesig. Obwohl die Möglichkeit einer Typisierung für Samstag, den 16.03.2013, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr angesetzt war, standen die Ersten bereits um kurz nach 10 Uhr vor dem Gemeindehaus der Heilig-Geist-Kirche in Düsseldorf-Urdenbach um Eleni zu helfen.
Eleni leidet an einer besonders aggressiven Form der Leukämie, die bei Kindern selten vorkommt. Bereits seit über sieben Monaten kämpft nun die kleine Eleni mit ihren gerade erst 22 Monaten tapfer gegen die Krankheit. Da die angewandte Chemotherapie bei ihr nicht die gewünschte Wirkung zeigt, benötigt sie dringend eine Stammzellentransplantation. Das Finden eines geeigneten Spenders ist für Eleni überlebenswichtig.

Die Resonanz ist überwältigend

Elenis Eltern Melanie und Jörn Sieghart versuchen seit Ausbruch der Krankheit alles in ihrer Macht stehende, um ihrer kleinen Tochter zu helfen. Über die Internetseite www.rettet-eleni.de, einen Aufruf im sozialen Netzwerk Facebook und das Verteilen von Postern und Flugblättern machen sie Menschen bundesweit auf die Krankheit ihrer Tochter aufmerksam. „Unser Aufruf, Eleni mit einer Stammzellenspende zu helfen, ist für uns die erste Möglichkeit, aktiv etwas für die Genesung unserer Tochter unternehmen zu können“, sagt Jörn Sieghart, der bislang das Gefühl hatte, der Krankheit machtlos gegenüber zu stehen.
Die Resonanz ist groß. So ließ sich beispielsweise eine komplette Footballmannschaft typisieren, ein Unternehmer beklebte seine gesamte Wagenflotte mit dem Aufruf, Eleni zu helfen, und auch seine über 50 Mitarbeiter zeigten sich loyal und ließen sich allesamt für eine mögliche Stammzellentransplantation registrieren.

Eine Typisierung birgt keine Gefahren

Gemeinsam mit der Knochenmarkspenderzentrale des Universitätsklinikums Düsseldorf (www.kmsz.de) unter Leitung von Dr. Johannes Fischer suchen Elenis Eltern nun nach einem geeigneten Spender. „Die Stammzellenspende ist eineTherapie der letzten Wahl“, erklärt Carmen Zander-Ullrich, die für die Koordination der Stammzellentnahme zuständig ist.
Weil sie nicht zu den offiziellen Typisierungstagen kommen können, haben sich bereits über 34.000 hilfsbereite Bürger ein Typisierungsset nach Hause bestellt. Dabei genügt ein Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen. Über den Abstrich werden Gewebemerkmale typisiert und Freiwillige können somit als Spender in das Register der Knochenmarkspenderzentrale der Universitätsklinik Düsseldorf aufgenommen werden. „Die Typisierung birgt keine Gefahren“, erklärt Dr. Johannes Fischer. Wird schließlich ein Spender gefunden, können aus dessen Blut die lebensrettenden Stammzellen herausgefiltert werden.

Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist beeindruckend

Auch Elenis Großmutter Astrid Sieghart ist von der Typisierungsbereitschaft der Menschen überwältigt: „Es ist beeindruckend, mit welcher Ruhe und Geduld die Menschen Eleni helfen wollen.“ Während die eigentliche Typisierung nur zwei Minuten dauert, standen in Urdenbach die Menschen bis zu 30 Minuten in der Warteschlange, die nicht selten bis weit auf den Bürgersteig vor dem Gemeindehaus hinausreichte. „Wir hoffen sehr, dass wir Eleni mit unserer Typisierung helfen können“, erklärt Familie Lenz aus Urdenbach, die mit ihren Kindern gekommen ist. „Gerade weil wir eigene Kinder haben, können wir die Schwere der Situation nachvollziehen“, sagt der Vater der beiden Kinder im Alter von einem und fünf Jahren.

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer unterstützten die Typisierungsaktion in Urdenbach und buken unzählige Kuchen, die sie mit Kaffee und kalten Getränken nach der Typisierung an einem Kuchenbuffet kostenlos im Gemeindesaal verteilten.

Neben weiteren Typisierungstagen in Koblenz, Boppard, Langenfeld-Berghausen und Ratingen rufen Elenis Eltern auch zu Spenden auf, da die Kosten der Ersttypisierung in Höhe von 50 Euro weder von Bund und Ländern, noch von den Krankenkassen übernommen werden. „Derzeit decken die Spendengelder leider nicht den Bedarf“, sagt Jörn Sieghart sorgenvoll, „daher sind wir dringend auf Geldspenden angewiesen, um weitere Typisierungen finanzieren zu können. Wahrscheinlich ist eine Knochenmarkspende Elenis einzige Rettung“, erklärt Jörn Sieghart und hofft, dass möglichst schnell ein geeigneter Spender gefunden wird.

Weitere Informationen - auch zu weiteren Typisierungsaktionen - erhalten Sie auf der Internetseite www.rettet-eleni.de.
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4 Kommentare
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 17.03.2013 | 08:43  
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Brigitte Duwe aus Düsseldorf | 17.03.2013 | 13:11  
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Peter Hambach aus Neukirchen-Vluyn | 27.03.2013 | 18:54  
58.495
Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 28.03.2013 | 00:39  
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