Unser Prinzenpaar der Session 2015/2016

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Zum blau-weißen Hemd trug Hanno Steiger eine rote Hose mit weißem Gürtel, um seiner und ihrer Garde Rechnung zu tragen. Sara Flötmeyer kam zum Gespräch ganz leger. Fotos: Siegel
Düsseldorf: Düsseldorf |

Sie wollte schon als Kind Venetia werden. In der heute startenden Karnevalssession geht für Sara Flötmeyer dieser Traum in Erfüllung. Mit ihrem Lebensgefährten Hanno Steiger repräsentiert sie als Prinzenpaar den Düsseldorfer Karneval.



„Mir war eigentlich vorbestimmt mal Schützenkönig zu werden“, sagt der 34-Jährige. Sein Großvater und sein Vater waren es. Im Sauerland. Dort, wo Hanno Steiger aufgewachsen ist. Erst vor etwas über zehn Jahren kam der gebürtige Freiburger des Berufs wegen nach Düsseldorf. Schnell begeisterte er sich für den Karneval, er ist Mitglied der Prinzengarde Blau-Weiss und seit 2009 Standartenoffizier der Prinzessin Venetia.

Hanno und Sara sind seit 2012 ein Paar


In Düsseldorf lernte er Sara kennen. Seit Oktober 2012 sind sie ein Paar. „Direkt in der darauffolgenden Session wurde schon darüber gemunkelt, ob wir nicht Prinzenpaar werden“, erzählen beide schmunzelnd.
Drei Jahre sollte es aber noch dauern, bis Saras Traum, die in der Session 94/95 Kindervenetia der KG Till‘s Freunde war, sich erfüllte.
Sie sind seit sehr langer Zeit mal wieder ein Prinzenpaar, das auch im normalen Leben ein Paar ist. „Wir eröffnen damit einen Trend“, sagt Hanno Steiger lachend. Bewusst keinen neuen Trend möchten sie bei ihren Auftritten setzen. „Wir kehren zu den Kernelementen des Prinzenpaares zurück“, sagt Hanno Steiger. Das heißt ganz einfach: Den Karnevalsvereinen die Aufwartung machen, den Düsseldorfer Karneval repräsentieren. „Die Session soll ein Riesenfamilienfest werden. Wir wollen alle zusammen feiern“, sagt er.

Es wird nicht gesungen oder getanzt


Heißt im Klartext auch: Es wird nicht gesungen, musiziert oder getanzt. Dabei hätten beide Potential dazu: Sara war viele Jahre lang Tanzmariechen für die KG Till‘s Freunde und die KG Düsseldorfer Originale. Seit 2003 ist sie Regimentstochter bei der Prinzengarde der Stadt Düsseldorf Leibgarde des Prinzen Karneval - im Volksmund einfach Prinzengarde Rot-Weiss genannt. Seit 2004 ist sie hier der weibliche Part des Tanzpaares.
Hanno spielt Geige, Saxofon und Klavier.
Seit ihrer offiziellen Vorstellung am 8. Mai haben sie schon einige Termine wahrgenommen. Doch nichts im Vergleich zu dem, was jetzt kommt: Für die Session stehen bisher schon 300 Termine auf dem Plan. „350 werden es bestimmt noch“, sagt Hanno. Und die Session ist kurz. Rosenmontag ist am 8. Februar. Acht Kleider hat Sara, die Modedesignerin ist, für sich selbst entworfen. „Ich mache auch sonst viel im Karneval“, sagt die 29-Jährige. Seit zwei Jahren stattet sie komplett die Karnevalsgesellschaft Regenbogen aus. Aktuell die Frauen der KG Uzbröder. Und schon lange einige andere Karnevalsvereine.

Beide sind selbstständig


Auch Hanno ist selbstständig, als Unternehmenberater. Von Anfang Januar bis Ende Februar machen sie eine berufliche Auszeit. „Nach der Session geht es mit den Karnevalisten nach Teneriffa. Und dann fahren wir noch in Urlaub in die Berge“, sagt Hanno. Beide sind begeisterte Skifahrer.
Doch erst einmal startet heute die Session. „Darauf freue ich mich komplett“, sagt Sara. Gespannt sei sie auf die Auftritte bei den kleinen Gesellschaften. „Ich freue mich auf Rosenmontag. Das ist mit nichts anderem vergleichbar“, sagt Hanno. Als Standartenoffizier des Prinzenpaares weiß er, was ihn erwartet. Mit einem Unterschied. „Endlich habe ich mal keine Verantwortung. Endlich kann ich einfach mal machen“, sagt er.
Eine Frage darf dann noch erlaubt sein? Gibt es Pläne für nach der Session? „Ich möchte auf jeden Fall wieder Saxofon spielen“, sagt Hanno Steiger. Das habe er sich fest vorgenommen.
Was ist mit Heiraten? Beide lachen. „Wenn wir die Sesion als Paar überleben, ist das die beste Prüfung. Ich bin sicher, dass wir es tun werden“, sagt Sara. Konkrete Pläne? Nein, die gibt es nicht.
Wer mitverfolgen möchte, was das Prinzenpaar alles so erlebt, kann das auf seiner Facebook-Seite tun. Eine extra Internsetseite gibt es in diesem Jahr nicht.
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