Verheerender Wohnhausbrand in Oberbilk

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Wohnhausbrand in Oberbilk - Mehrere Menschen verletzt - 59-Jähriger nach Sprung aus dem Fenster in Lebensgefahr - Polizei richtet Ermittlungskommission ein

Heute Morgen wurde ein 60-jähriger Mieter bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus schwer verletzt. Er hatte sich durch einen Sprung aus dem Fenster seiner verqualmten Wohnung vom dritten Obergeschoss auf den Gehweg an der Kölner Straße retten wollen. Die Feuerwehr rettete weitere neun Menschen - darunter ein Säugling - über zwei Drehleitern aus den oberen Stockwerken. Insgesamt kamen neun Mieter in ein Krankenhaus. Den Sachschaden schätzt der Einsatzleiter auf rund 200.000 Euro.

Aufregung in einem älteren Wohnhaus in Oberbilk: Die Mieter wurden gegen 4 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Brandrauch waberte durch die Wohnungstüren in die Mietwohnungen bis zum ausgebauten Dach des fünfgeschossigen Gebäudes und gefährdete die Menschen, die sich dort aufhielten. Einige von ihnen, die den Brand frühzeitig bemerkten, konnten die Flucht aus dem Haus noch rechtzeitig aufnehmen. Für zehn weitere Menschen war das offensichtlich nicht mehr möglich. Die hölzerne Treppe zwischen dem ersten zum zweiten Stock stand zu dieser Zeit bereits in hellen Flammen und wurde vom Feuer stark zerstört. Der Notruf zur Feuerwehr kam über ein Handy: "Kommen Sie schnell, das Haus brennt, die Menschen sind in höchster Gefahr", so der Anrufer.

"Kommen Sie schnell, das Haus brennt, die Menschen sind in höchster Gefahr"

Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte lag der gesprungene Mann schwer verletzt auf dem Gehweg. Er wurde durch den Notarzt versorgt und mit einem Rettungswagen in die Uniklinik Düsseldorf transportiert. Schnell eilten mehrere Rettungstrupps in den brennenden Treppenraum, um die Mieter aus den oberen Wohnungen zu holen. Dies gelang nicht, da die Treppe abgebrannt war. Parallel kamen Drehleitern auf der Vorder- und Rückseite zum Einsatz. Neun Bewohner - darunter auch der Säugling - wurden darüber gerettet und medizinisch untersucht. Acht von ihnen kamen danach mit Verdacht auf Rauchgasinhalation vorsorglich in Krankenhäuser.

Ein Mieter verweigerte den Transport ins Krankenhaus. Im bereitgestellten Feuerwehrbus betreuten Notfallsanitäter und Feuerwehrleute 13 Bewohner des Hauses. Das Feuer war nach rund 45 Minuten gelöscht. Die hinzugerufene Kriminalpolizei inspizierte den Brandort, aber noch ist die Brandursache unklar. Das Wohnhaus ist wegen der Zerstörung der Treppe vorläufig nicht mehr bewohnbar. Zwei Mieter kamen in eine Notunterkunft, die übrigen Hausbewohner kamen bei Verwandten oder Bekannten unter.

Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen

Die Düsseldorfer Polizei hat eine Kommission zur Brandursachenermittlung eingerichtet. Der 59-jährige Hausbewohner, der sich mit einem Sprung aus der dritten Etage vor den Flammen retten wollte, befindet sich nach wie vor in intensivmedizinischer Behandlung. Alle anderen Personen, die in der Nacht den Rauchgasen ausgesetzt waren, konnten die Krankenhäuser zwischenzeitlich wieder verlassen.

Dem eingesetzten Gutachter und den Spezialisten der Kriminalpolizei zufolge muss derzeit zumindest von einer fahrlässigen Brandlegung ausgegangen werden. In diesem Zusammenhang sucht die Polizei Zeugen, die am beziehungsweise im Haus verdächtige Personen vor dem Ausbruch des Feuers beobachtet haben.

Hinweise werden an das Kriminalkommissariat 11 unter der Rufnummer
0211-8700 erbeten.
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