Winnetous Sohn - Der bleichgesichtige Indianer

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Organisieren die Filmvorführung des Filmes „Winnetous Sohn“ im Souterrain und das Indianer-Meeting für Kinder auf dem Barbarossaplatz: Autorin Anja Kömmerling (l.) und Andrea Späth. Foto: Stefanie Siegel
Vier Wochen lang zeigt das Souterrain-Kino den Film „Winnetous Sohn“, geschrieben von der in Oberkassel lebenden Autorin Anja Kömmerling. Ein Indianerfest auf dem Barbarossaplatz bietet den Kindern und Jugendlichen schon vorher den Einstieg in ein spannendes Abenteuer zwischen Tipi und Bleichgesichtern.

Der erst kürzlich verstorbene französische Schauspieler Pierre Brice spielte in den Jahren 1962 bis 1968 in insgesamt elf Karl-May-Filmen, in sieben davon an der Seite des Amerikaners Lex Barker, und wurde in der Rolle des Indianers Winnetou zum Idol einer ganzen Generation.
Vielen gilt Brice bis heute als perfekte Verkörperung des Häuptlings der Mescalero-Apachen. Auch bei den Karl-May-Festspielen in Elspe und Bad Segeberg verkörperte er die Rolle des tapferen Indianers und begeisterte so seine große Fangemeinde.
Nun reitet Winnetous Sohn im gleichnamigen Kinderfilm durch die Prärie und beleuchtet das Innenleben und die Lebensrealität eines jungen, ungewöhnlichen Helden. Der zehnjährige Max, im Film gespielt von Lorenzo Germeno, hat zwar rein optisch nichts von einem mutigen Stammeskrieger, tief in seinem Herzen aber ist er ein echter und überzeugter Indianer. Blass und übergewichtig versucht er im Film die Rolle als Winnetous Sohn bei den Karl-May-Festspielen zu ergattern, trainiert verbissen für das Casting, wobei ihm ausgerechnet der gleichaltrige Morten hilft, auch wenn Morten eigentlich gar nicht auf Indianer steht.
Die Idee zum humorvollen und gleichsam berührenden Film aus der Feder der Kinder- und Jugenbuchautoren Anja Kömmerling und Thomas Brinx wurde inspiriert durch „Die kleine Farm“. Die Abenteuer-Ranch, gegründet und betrieben in den Stadtteilen Lohausen und Wittlaer von Eli Weber, lädt Kinder und Erwachsene ein, sich in Düsseldorf auf Abenteuerferien im wilden Westen zu begeben, mit Indianerponys auf Weiden und durch Wäldern zu reiten, Indianerschmuck zu basteln und mit Pfeil und Bogen zu schießen.

Indianerhäuptling bekommt Nachwuchs

„Als meine Tochter dort einen Nachmittag verbrachte, lernten wir einen Jungen kennen, der zwar käsig und unsportlich war, aber vor Selbstbewusstsein nur so strotzte. Für ihn war ganz klar, dass er Winnetou ist“, erzählt die in Oberkassel lebende Autorin Anja Kömmerling. Gemeinsam mit ihrem Autorenpartner Thomas Brinx entwickelte sie darauf hin das Drehbuch zum Film.
Die Familienkomödie ohne Altersbeschränkung wurde, gedreht unter der Regie von André Erkau, auch gleich hochwertig und prominent besetzt: Während Schauspielerin Alice Dwyer die Mutter des kleinen Max spielt, übernahm Armin Rohde die Rolle des Sheriffs und Uwe Ochsenknecht die des Generals.
Die im April dieses Jahres in den bundesdeutschen Kinos angelaufene Koproduktion des ZDF und des Kindersenders KiKa gewann überdies die Auszeichnung „Besonderer Kinderfilm“ der Förderinitiative des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. „Eine Botschafft des Films ist, dass es immer möglich ist, sich einen Traum, an den man ganz fest glaubt, zu erfüllen“, sagt die 49-jährige Autorin, die nach einem Studium der Germanistik und einem Medienstudium Film und Fernsehen als freie Autorin Kinder- und Jugenbücher schreibt und auch für diverse Fernsehformate tätig ist.
Ganz aktuell holt Kömmerling gemeinsam mit ihrer Freundin Andrea Späth, ebenfalls Mutter einer Tochter, den Film „Winnetous Sohn“ für exklusive Vorführungen an insgesamt vier Sonntagen in das Souterrain-Kino des Café Muggel, Dominikanerstraße 4.
Jeweils um 14.30 Uhr wird der Film sonntags noch bis zum 28. Juni im gemütlichen Kino gezeigt. Vor Ausstrahlung des Filmes laden Kömmerling und Späth die jungen Zuschauer jedoch noch zu etwas ganz Besonderem ein: Eine Stunde vor Filmbeginn, also bereits um 13.30 Uhr, treffen sich die kleinen Indianer und solche, die es werden wollen, auf dem Barbarossaplatz und können dort an einem kleinen Indianerprogramm teilnehmen, denn zur Einstimmung auf den Film werden dort in Zusammenarbeit mit der „Kleinen Farm“ die Kinder als Indianer geschminkt, können sich dort im Bogenschießen üben und Luftballonpferde als treue Begleiter in der Prärie in Empfang nehmen.
So ausgestattet, macht die Filmvorführung von „Winnetous Sohn“ sicherlich gleich nochmal soviel Spaß.

Hintergrund:
> Die Kinokarten kosten für Kinder sechs, für Erwachsene acht Euro inklusive eines Getränks; das Indianercamp ist kostenlos und wird von Anja Kömmerling, Andrea Späth und Eli Weber ehrenamtlich angeboten.
> Anmeldungen für Camp und Filmvorführung sind per Mail an Anja Kömmerling unter koemmerling@brinx-koemmerling.de möglich.
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