Freitag ist Waldtag

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Ein Igelhaus, in dem der kleine Kastanienigel seinen Winterschlaf halten kann: (v.l.) Josefine (4), Clara (4), Lena (5) und Agastia (5) basteln, inspiriert von ihren Naturbeobachtungen in Düsseldorfer Parks, Wäldern und am Rheinufer. Foto: Sven-André Dreyer
 
Josefine (4) zeigt ihre Kiste, in der sie ihre Naturschätze sammelt. Foto: Sven-André Dreyer
Kunstpädagogin Marianne Krüppel erkundet mit den Kindern der AWO Kindertagesstätte Anna Siemsen wöchentlich Naturräume in der Landeshauptstadt. Die Natur wird für die Kinder dabei zu wertvollem Freiraum und Lernort zugleich.

Bunte Blätter, eine knorrige Baumrinde und braune Kastanien. Die Strömung des Flusses, flinke Kaulquappen und marmorierte Steine – für die Kinder der Kindertagesstätte Anna Siemsen auf der Grafenberger Allee 210 ist alles, was in der Natur geschieht und zu finden ist, spannend und gleichermaßen inspirierend.

Wöchentlich Besuch der umliegenden Parks, Wälder und Flussauen

Gemeinsam mit Erzieherinnen und der Kunstpädagogin Marianne Krüppel erkunden sie wöchentlich die umliegenden Parks, Wälder und Flussauen und entwickeln aus ihren Beobachtungen neue Projekte.
„Stadtkinder sollen die Natur kennenlernen“, erklärt Bärbel Wischerath, Leiterin des AWO Familienzentrums Anna Siemsen, das Konzept, Kindern einen Tag pro Woche die Natur näher zu bringen.Wöchentlich erkunden die Kinder der Tagestätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Natur in und um Düsseldorf und verbringen ganze Tage im Wald oder am Fluss. „Die Natur wird so zum Lernort“, beschreibt Wischerath die Ausflüge, die gleichsam auch stets Inspiration für weitere Projekte im Haus sind. Jedes Kind besitzt eine selbstgestaltete Sammelkiste, die mit spannenden, in der Natur gefundenen Schätzen befüllt wird. Dazu gehören Federn genau so wie Steine oder Blätter.
Mit biologischem Hintergrundwissen ausgestattet, werden die Naturmaterialien von Kunstpädagogin Krüppel eingebunden in die künstlerischen Arbeiten der Kleinen. So entstehen Igelhäuser ebenso wie Wahrnehmungscollagen – der Besuch am Fluss wird visuell nachempfunden und so noch einmal lebendig. „Nachhaltig wird die Wahrnehmung und Naturverbundenheit der Kinder geprägt“, erläutert Bärbel Wischerath, „und spannend ist stets der forschende Ansatz der Kinder.“

Ganzjährig Neues entdecken

Orientiert an einem phänologischen Kalender, erforschen die Kinder die sie umgebende Natur ganzjährig und entdecken dabei stets Neues.
Die AWO hat nun einen Kalender herausgegeben, der die naturverbundene Arbeit mit den Kindern dokumentiert und sowohl Eltern als auch weiteren Interessierten näherbringt.
„Der großformatige Kalender kann mehrere Jahre verwendet werden und führt neben interessanten Ausführungen zum Projekt auch philosophische Betrachtungen und Fotos zusammen“, erläutert Jürgen Otto, Geschäfstführer der Arbeiterwohlfahrt, Bezirksverband Niederrhein.
Mit einer Auflage von 2.000 Stück ist der Kalender zu einem Preis von 14,90 Euro sowohl in der Kita, als auch beim AWO Bezirksverband Essen, dann zuzüglich der Portokosten erhältlich. Der Reinerlös des Kalenders kommt dabei den Naturprojekten der AWO-Kindertagesstätten zur Verfügung, „denn wir wollen das bislang einzigartige Projekt der Kita Anna Siemsen demnächst in all unseren zwölf Kita-Einrichtungen anbieten“, erklärt Otto. Somit werden in Zukunft alle Kinder die sie umgebende Natur hautnah erleben können, denn freitags ist stets Waldtag.
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