"Unser schönster Garten": Weit mehr als ein Garten - Traktoren, Kaninchen, Karneval, alles ist dabei

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Opa und Enkel sind stolz auf ihre Traktoren, die auf der Straße zugelassen sind. Foto: Lammert

„Unser schönster Garten“ heißt die gemeinsame Aktion von OBI Rath und dem Rhein-Boten. Heute sind wir bei Familie Nik in Unterbach und eins gilt es zu versprechen: der Garten hat Geschichte und ist weit mehr als ein Ort für schöne Pflanzen.

Hier wird gelebt. Das merkt man deutlich, wenn man die 700 Quadratmeter Garten auf der Gerresheimer Landstraße besichtigt. Schon über 100 Jahre lebt die Familie in unterschiedlichen Generationen hier und betreibt den Garten. In erster Linie ist es ein Nutzgarten.

Selbstversorgung

So kann man Spinat, Kartoffeln, Salat, Buschbohnen, Zucchini und weitere Lebensmittel ernten und sich so selbst versorgen. Wolfsmilch zur Abwehr von Wühlmäusen ist auch zu finden. „Heute habe ich natürlich kein Problem mit Wühlmäusen, aber früher wurde es tatsächlich zur Abwehr gepflanzt. Ich habe es einfach wachsen lassen und finde, es sieht sehr schön aus“, erzählt uns Alfred Nik. Äpfel, Kirschen, Pflaumen und Nüsse gibt’s auch. „Hier haben wir eine rote Sternrenette, eine alte Kulturapfelsorte, die nicht nur knallrot leuchtet, sondern in der Weihnachtszeit gerne als Verzierung genutzt wurde“, strahlt der 77-Jährige, „aus unserem Obst machen wir auch Marmelade, Mus und Wein. Wir leben quasi aus dem Garten“.
Zum Düngen benutzt Herr Nik Mist. Zu Vorwürfen der Überdüngung kann er nur schmunzeln und sagen: „Ich hab’ seit Jahren die dollsten Ernten. Ich überdünge? Das ist nur Spinnerei“. Ein kleines Kräuterbeet rundet die Selbstversorgung ab.

Mit Kaninchen ins Altenheim

Aber nicht nur gepflanzt wird im Garten, so finden auch zwanzig Kaninchen ihr zu Hause im grünen Refugium. „Die Tiere sind unsere Freunde“, wird uns erzählt, „mit ihnen gehen wir in Altenheime und lassen dort Behinderte und Demenzkranke mit den Tieren spielen und sie füttern. Es reden Menschen mit den Kaninchen, die seit Wochen nicht mehr gesprochen haben, das ist für Mensch und Tier eine wirklich tolle Sache“.

Die Tradition bleibt bestehen - Traktoren sind persönliches Highlight

Für die Fortsetzung der Gartentradition ist auch schon gesorgt: so soll Enkel Marvin den Garten eines Tages übernehmen und weiterpflegen. „Ich bin gerne bei meinem Opa. Drei- bis viermal wöchentlich besuche ich ihn. Die Kaninchen mag ich gerne, aber mein Highlight sind die Traktoren“, erzählt uns der Siebzehnjährige. Zwei Traktoren glänzen mitten im Garten. Die aus den fünfziger Jahren stammenden Fahrzeuge sind auf der Straße zugelassen und finden Verwendung. So fährt Schmidt auf Urdenbacher Festen, dem Unterbacher Schützenzug und dem Düsseldorfer Karnevalszug mit. Er selbst ist Mitglied der „Ercroder Jonges“, ein Verein aus Bürgern zur Heimat- und Kulturpflege. Die Familie nutzt die Traktoren auch, um Freunde im Anhänger mitzunehmen und an den See zusammen zu fahren. Opa Alfred Nik, der viele Karnevalsutensilien im Garten lagert, ist stolz auf seinen Enkel und freut sich, wenn Marvin „die Sache eines Tages übernimmt“. Im Garten ist die Familie schlichtweg zuhause.
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