„Bäderlandschaft muss fit gemacht werden“

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In den 1950er-Jahren erbaut und Teil des aktuellen Bäderkonzeptes: das Hallenbad Benrath. Foto: Ingo Lammert
Benrath. Düsseldorfs Bäderlandschaft muss umfassend saniert werden. Oberbürgermeister Thomas Geisel stellte in der vergangenen Woche einen Verwaltungsentwurf vor, der unter dem Titel „Bäderkonzept 2020“ den Ist-Zustand dokumentiert und Möglichkeiten einer zukunftsorientierten Entwicklung der bestehenden städtischen Bäderstandorte aufzeigt.
„Bei unseren städtischen Bädern hat sich in den letzten Jahren ein dramatischer Sanierungsstau gebildet. Die meisten Bäder sind veraltet und in punkto Ausstattung nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Es ist höchste Zeit, die Bäderlandschaft für den Freizeit-, Schul- und Vereinssport sowie für alle Erholungsuchenden zu erneuern“, sagt Geisel.
Priorität bei der Sanierung haben das Gartenhallenbad Oberkassel, das Allwetterbad Flingern sowie die Hallenbäder in Benrath und Unterrath. Das geschätzte Gesamtinvestitionsvolumen für die vier Bäder beläuft sich auf 65,57 Millionen Euro. Die konkreten Planungen zur Umsetzung der Projekte in Oberkassel und Flingern sollen 2016 beginnen.
Das Hallenbad Benrath ist in den 1950er-Jahren erbaut worden und hat einen erheblichen Sanierungsbedarf. Aufgrund der freizeitorientierten Ausrichtung der Bäder im südlichen Umland von Düsseldorf ergibt sich in diesem Bereich eine Positionierungslücke im Bereich „Gesundheit“. Dieses Marktsegment kann durch ein Mehrgenerationen-Gesundheitsbad am Standort Benrath erschlossen werden.

Gestiegene Gesundheitsorientierung

Das Konzept greift die steigende Gesundheitsorientierung und den Präventionsgedanken auf. Flächen im Obergeschoss können an externe Dritte vermietet und damit das Gesundheitsangebot erweitert werden. Die geschätzten Kosten für die Neugestaltung des Bades betragen 22,7 Millionen Euro.
Die Bäderbetriebe sollen nach dem Bäderkonzept 2020 als moderne Dienstleistungsbetriebe für die Menschen in der Stadt, als Gesundheits-, Entspannungs- und Erholungsräume eine Anlaufstelle sein, in denen auch die gewandelten Freizeitbedürfnisse Berücksichtigung finden. Die 13 Bäder der Landeshauptstadt Düsseldorf – ein Freizeitbad, acht Hallen- und vier Freibäder – werden von allen Altersgruppen der Bevölkerung, den allgemeinbildenden Schulen und den Schwimmsport treibenden Vereinen genutzt. Die öffentlichen Bäder erfüllen als Infrastruktureinrichtung in der Stadt wichtige gesellschaftspolitische Aufgaben. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Sie dienen nicht nur schulsportlichen und sportlichen Zwecken, sondern tragen darüber hinaus zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit sowie zur Erholung und Freizeitgestaltung bei. Das „Bäderkonzept 2020“ ist auf die vorhandenen und sich abzeichnenden Rahmenbedingungen der Düsseldorfer Bäder ausgerichtet. Es soll die gegenwärtige Bädersituation verdeutlichen und eine Basis für die Entscheidungsfindung der politisch Verantwortlichen bilden.
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1 Kommentar
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 10.03.2015 | 15:36  
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