Da, wo Ihr Notruf ankommt

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Besondere Anforderungen werden an die Mitarbeiter der Feuerwehrleitstelle gestellt. Neben einer mehrjährigen Erfahrung gehört absolute Stressresistenz dazu: (v.l.) Ulrich Koenen, André Feinen, Guido Bürschgens, Dezernentin Helga Stulgies und Peter Albers. Foto: Stefanie Siegel
Am 24. Januar 2005 wurde der Neubau der Feuerwehrleitstelle auf dem Gelände an der Hüttenstraße in Betrieb genommen. Dafür investierte die Stadt insgesamt neun Millionen Euro. Seither werden hier alle Einsätze für ganz Düsseldorf koordiniert und betreut. Dies sind bis zu 1.000 Notrufe pro Tag.

„Wir haben hier eine moderne Leitstelle mit ganz vielen Möglichkeiten“, sagt Peter Albers, Leitender Branddirektor der Feuerwehr Düsseldorf und verweist auf die ständige technische Weiterentwicklung der Leitstelle.
An den hochmodernen Arbeitsplätzen laufen alle Notrufe der Landeshauptstadt ein, die rund um die Uhr von acht Disponenten verwaltet und betreut werden.
Derzeit arbeiten 55 Feuerwehrleute im 24-StundenSchichtdienst in der Leitstelle, Hüttenstraße 68.
„Im vergangenen Jahr gingen hier 341.102 Notrufe ein“, erklärt Guido Bürschgens, neuer Leiter der Feuerwehrleitstelle, „7.000 Einsatzmeldungen gehen dabei allein auf das Konto des Sturmes Ela.“ Der 47-Jährige trat 1993 in den Dienst der Berufsfeuerwehr und übernahm am 1. Januar dieses Jahres das Amt von seinem Vorgänger Franz Hitz. Seither betreut er mit seinem Stellvertreter Ulrich Koenen die Geschicke und Weiterentwicklung der Leitstelle.
Das Anforderungsprofil an die Leitstellenmitarbeiter ist hoch: Neben einer mehrjährigen Einsatzerfahrung auf einer Feuer- und Rettungswache ist eine komplette Feuerwehrausbildung sowie eine Rettungsassistentenausbildung obligatorisch. Schließlich müssen die Disponenten stets blitzschnelle und dennoch fundierte, da lebensrettende Entscheidungen treffen: Wie kann dem Anrufer geholfen werden, welche Einsatzkräfte sind dafür erforderlich und müssen weitere Stellen informiert werden? Diese und viele weitere Fragen werden durch die eigens dafür geschulten Mitarbeiter absolut stressresistent Tag für Tag beantwortet. Der vertraute Umgang mit dem gesamten Leitstellencomputersystem ist tägliches Handwerk und wird auf jährlich stattfindenen Fortbildungen zusätzlich geschult und vertieft.

Einrichten weiterer Leitstellen für Sonderlagen möglich

Die hochmoderne Leitstelle erleichtert den Feuerwehrleuten dabei die tägliche Arbeit. Sonderlagen wie das Orkantief „Ela“, aber auch Großbrände, Großgewitterlagen, Gefahrenstofffreisetzungen oder Hochwasser können in eigens eingerichteten Leitstellen durch zusätzliches Personal verwaltet werden. Damit kann gewährleistet werden, dass die Gefahrenabwehr im übrigen Stadtgebiet reibungslos und unberührt fortgeführt werden kann.
Die stetige Weiterentwicklung sichert der Leitstelle den modernsten Stand der Technik. Derzeit wird zum Beispiel die Funktechnik auf eine digitale Plattform gehoben. Zunächst wurden die Krankentransporte auf die neue Technik umgestellt, in weiteren Schritten erfolgen alle übrigen Bereiche. „Die Umstellung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, erklärt Peter Albers, „denn schließlich steht auch hier die Sicherheit an erster Stelle.“
Als ausgesuchtes Projekt testen Mitarbeiter derzeit zweiwöchig eine Notfall-App im Auftrag des Bundesamtes für Katastrophenschutz. 120 ausgesuchte Testpersonen erhalten in der aktuell laufenden Beta-Testphase so Gefahrenwarnungen unmittelbar auf ihr Mobiltelefon. Im Anschluss an die Testphase ermittelt das Bundesamt die Benutzerfreundlichkeit der App. Diese könnte, sollten die Test erfolgreich sein, in Zukunft für jedermann nutzbar werden. Und schließlich ebenfalls durch die Leitstelle auf der Hüttenstraße bedient werden.
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 01.03.2015 | 16:26  
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