Das Handwerk im Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

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Kammerpräsident Andreas Ehlert mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. (Foto: Wilfried Meyer)

So richtig auf den Zahn fühlen konnten Handwerker heute morgen (10. August) dem Bundesgesundheitsminister. Unter der Überschrift "Gesundheitspolitik im Dialog - Das Handwerk im Gespräch mit Bundesminister Hermann Gröhe" fand heute im Rahmen eines "politischen Frühstücks" ein offener Schlagabtausch mit dem Minister statt. Fast 100 Handwerksunternehmer nutzten die Gelegenheit, um auf die negativen gesetzlichen Rahmenbedingungen, unter denen das Gesundheitshandwerk leidet, aufmerksam zu machen.

Präsident Andreas Ehlert verwies in seiner Begrüßungsansprache darauf, dass auch das Handwerk ein unersetzlicher Pfeiler des deutschen Gesundheitswesens sei. Was Beschäftigung und Umsatz angehe, so spiele das Gesundheitshandwerk im Vergleich zum Gesamthandwerk eine "gewichtige Rolle" – und dies, obwohl es in den letzten Jahren durchaus problematische Entwicklungen gegeben habe. Als Beispiel nannte Ehlert die ebenso global wie massiv auftretende Konkurrenz bei den Zahntechnikern, die zudem mit negativen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen haben.

Bundesregierung hält am Meisterbrief fest

Im Mittelpunkt von Gröhes Ansprache standen die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Arbeitswelt. Gröhe versicherte, dass die Bundesregierung am großen Befähigungsnachweis für alle Betriebe (Meisterbrief) ohne Ausnahme unbedingt festhalten werde. Denn, so der Minister, „die Meisterpflicht garantiert die hohe Produktqualität und den Patientenschutz im deutschen Gesundheitssystem.“ Im Anschluss fand ein reger Austausch mit den anwesenden Handwerkern statt.

Info:
Weit über 1.500 Unternehmen zählen die Gesundheitsgewerbe im Handwerk im Kammerbezirk Düsseldorf. Sie bilden Jahr für Jahr über 1.000 Lehrlinge aus und erwirtschaften einen Umsatz von knapp 1 Milliarde Euro. Die 12.000 Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Zahntechniker, Orthopädieschuhmacher und Orthopädietechniker an Rhein, Ruhr und Wupper sichern den Bedarf an medizintechnischen Hilfs- und Heilmitteln von 5,3 Millionen Menschen in der nordrheinischen Region ab. Der Staat prägt die Rahmenbedingungen dieses Berufsbereichs durch Einbindung der Labor- und Werkstatt-, Mess- und Wartungsleistungen in das System der Öffentlichen Gesundheitsfürsorge wesentlich umfassender als dies in den übrigen Branchengruppen des Handwerks der Fall ist. Permanente Gesundheitsreformen, aber auch neue Technologien wie Computersteuerung feinwerktechnischer Produktionsprozesse, die Mikroanwendungen der Laserstrahls oder der Prototypenbau per 3D-Druck lösten und lösen gravierende Markteingriffe und -umwälzungen aus.
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